Schienenersatzverkehr:Chaos zum Schulstart in Poing

Gemeinde warnt vor erheblichen Behinderungen am Bahnhof

Die Arbeiten am Bahnhof in Poing dauern länger als geplant, deshalb warnt die Gemeinde Poing nun vor erheblichen Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr zum Schulstart am Dienstag. Dies betrifft sowohl den Bahnhof in Poing selbst als auch den Bahnhof in Grub. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, werden die Bauarbeiten am S-Bahnhof Poing bis voraussichtlich 27. September verlängert: Der Bahnhof muss daher weiterhin durch Schienenersatzverkehr (SEV)bedient werden. Das Problem wird noch dadurch verstärkt, dass nicht nur mehrere hundert Schülerinnen und Schüler sowie Berufspendler aus Poing mit dem SEV zum S-Bahnhof Grub gebracht werden, sondern auch die ebenfalls geschlossene Haltestelle Heimstetten/Kirchheim mit dem SEV nach Grub umgeleitet wird. Zudem fährt der Schienenersatzverkehr laut Deutscher Bahn dann auch nicht mehr wie bisher direkt nach Markt Schwaben, sondern immer über Grub. Der S-Bahnhof Grub ist somit das Nadelöhr, an den alle Pendler aus Poing, Heimstetten/Kirchheim und Umgebung gebracht werden,ungeachtet dessen, in welche Richtung sie fahren möchten.

Die Deutsche Bahn habe, so die Gemeinde in einer Pressemittelung, zur Abmilderung der Situation von Dienstag an eine Taktverstärkung des SEV auf einen Zehn-Minuten-Takt mit zwei Gelenkbussen realisiert. Trotz dieser Erhöhung der Kapazitäten ist nach Einschätzung der Fachleute in der Gemeindeverwaltung allerdings davon auszugehen, dass es zu erheblichen Engpässen kommt. Die Gemeinde Poing sei hierzu in intensivem Austausch mit der Deutschen Bahn, dem MVV, dem Landratsamt und der Gemeinde Heimstetten/Kirchheim, um weitere Lösungen zu finden, die die Unannehmlichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger möglichst reduzieren. Wegen der zu erwartenden Probleme in Grub empfiehlt die Gemeinde Schülerinnen und Schülern, Berufspendlern und anderen Fahrgästen, die Haltestelle schon früher als gewohnt aufzusuchen und viel Zeit einzuplanen. "Gleichzeitig empfehlen wir - auch im Sinne der Corona-Hygienemaßnahmen - lieber zehn Minuten auf den nächsten Bus zu warten, als sich in einen bereits vollbesetzten Bus hineinzuzwängen", schreibt die Gemeinde in ihrer Pressemitteilung. Wer die Möglichkeit habe, solle zudem prüfen, ob die Pendelstrecke nicht auch mit dem Fahrrad gefahren werden könne, oder auf private Fahrgemeinschaften mit Pkws umsteigen beziehungsweise Home-Office zu machen.

© SZ vom 13.09.2021 / SZ
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