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Rehbrunft im Landkreis Ebersberg:Jäger mahnen zu besonderer Vorsicht

(Foto: oh)

Mitte bis Ende Juli beginnt beim Rehwild die Paarungszeit, die Brunft, und die läuft alles andere als still und heimlich ab, erklärt Karem Gomaa, Zweiter Vorsitzender der Kreisgruppe Ebersberg im Landesjagdverband Bayern: "In den nächsten Wochen werden Rehe besonders aktiv sein. Dabei treibt der Bock die brunftige Geiß durch Feld und Wald und liefert sich mit seinen Rivalen Kämpfe wie auch oft filmreife Verfolgungsjagden um die heiß ersehnte Geiß." Da "Liebe bekanntlich blind macht" - oder besser gesagt, weil die Tiere völlig hormongesteuert sind - jagen Böcke die Geißen oft auch über Straßen. Da kann es schnell zu Wildunfällen kommen. Gomaa appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer: "Fahren Sie auch in Ihrem eigenen Interesse jetzt besonders vorsichtig. Da durch die gegenwärtig dichte Vegetation in Feld und Wald die Sicht eingeschränkt ist, kann es passieren, dass entlang der Getreidefelder, der Maisäcker oder im Wald plötzlich Rehwild Straßen quert, auch am helllichten Tag; seien Sie deshalb stets bremsbereit. Denken Sie auch daran, dass ein Reh zur Paarungszeit selten allein kommt, sondern oft der Bock nachfolgt." Um das Wild nicht unnötig zu beunruhigen, sollten außerdem Spaziergänger, Mountainbiker, Reiter und Jogger stets auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und Wildruhezonen beachten.

© SZ vom 13.07.2020 / SZ
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