Zu einer heftigen Auseinandersetzung ist es am Donnerstag gegen 5.30 Uhr in der Regionalbahn Richtung Kufstein gekommen, die schließlich in Grafing-Bahnhof gestoppt wurde. Wie die Bundespolizei berichtet, war der Auslöser eine rassistische Beleidigung.
Reisende hatten auf den Streit aufmerksam gemacht, ersten Ermittlungen zufolge soll ein 38-jähriger Deutscher einen 22-jährigen Österreicher im Zug in volksverhetzender Weise beleidigt haben. Anschließend soll der 38-Jährige aus Tuntenhausen, Landkreis Rosenheim, seinen Kontrahenten aus Landeck, Tirol, zu Boden gebracht haben. Bei einer sich daraus entwickelnden Rangelei soll der 38-Jährige auf den Mitreisenden eingeschlagen haben, so meldet es die Bundespolizei.
Sie hat Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen den mit 0,88 Promille alkoholisierten Tuntenhausener eingeleitet. Er ist bei der Polizei kein Unbekannter: Schon früher war er durch seine Zugehörigkeit zur rechtsextremistischen Szene polizeilich aufgefallen. Sein 22-jähriges Opfer benötigte keine ärztliche Behandlung, erlitt offensichtlich nur Rötungen am Knie. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 38-Jährige auf freien Fuß belassen. Der Regionalzug konnte mit rund 45-minütiger Verspätung seine Fahrt Richtung Kufstein fortsetzen.
