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Reden wir über:Profit aus Sonnenlicht

Foto: privat

Unternehmer Amir Roughani vor seinem Besuch im Grafinger Kino

Der Film "The Power to Change - Die Energierebellion" hat den Münchner IT-Unternehmer Amir Roughani bekannt gemacht. In der Dokumentation, die seit Mitte März in den Kinos läuft, wird der Firmenchef vorgestellt. An diesem Mittwoch ist sie um 19.30 Uhr im Grafinger Capitol Kino zu sehen. Das Besondere daran: Roughani ist mit dabei und steht anschließend für Fragen und Diskussionen bereit.

SZ: Herr Roughani, sie haben 2002 das IT-Unternehmen Vispiron aufgebaut. Damals war gerade die Spekulations-Blase geplatzt. War das nicht riskant?

Amir Roughani: Doch, war es. Auf dem Markt herrschte Ernüchterung. Aber ich habe daran geglaubt und es durchgezogen.

Mit elf Jahren haben ihre Eltern sie aus ihrer iranischen Heimatstadt Isfahan nach Berlin geschickt. Wie kam es dazu?

Damals herrschte Krieg zwischen dem Iran und dem Irak, und meine Eltern wollten nicht, dass ich zum Militär muss. Ich bin dann zu meinem Bruder nach Berlin gezogen, der hat dort schon seit einiger Zeit in einem Kinderheim gewohnt.

Sie sind in Berlin auf die Hauptschule gegangen, jetzt führen sie ein IT-Unternehmen mit knapp 400 Mitarbeitern, ein weiter Weg.

Ich war sehr zielstrebig und bin über den zweiten Bildungsweg an die Uni gekommen. Dort habe ich Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Umwelt studiert.

In den Bereich erneuerbare Energien ist ihr Unternehmen dann aber erst vor einigen Jahren eingestiegen. Warum nicht gleich am Anfang?

Der Markt war damals einfach noch nicht reif dafür. Inzwischen machen wir aber rund die Hälfte des Umsatzes und weit mehr als die Hälfte des Gewinns mit Solarenergie.

Davon sprechen sie auch im Film. Wie kam es eigentlich dazu, dass sie vor der Kamera gelandet sind?

Ein Mitglied aus unserem Unternehmensvorstand hat mich damals auf die Dreharbeiten aufmerksam gemacht, der kannte den Regisseur. Ich hatte zu dem Zeitpunkt viele Dinge am Hut und dachte mir: "Fällt dem nichts anderes ein jetzt?" Doch dann habe ich mich darauf eingelassen. Am Anfang waren nur zwei bis drei Drehtage geplant, daraus wurden dann 21.

© SZ vom 26.10.2016
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