Süddeutsche Zeitung

Umzug:Neues Rathaus für Emmering

Die Gemeindeverwaltung hat nun ihren Sitz im früheren Raiffeisengebäude, das aufwendig umgebaut wurde.

Die Emmeringer haben einen neuen Anlaufpunkt: das Rathaus, das im früheren Raiffeisengebäude eingerichtet wurde und am Samstag offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Im früheren Sitz der Gemeindeverwaltung hingegen werden künftig Kinder spielen, hier wird der dringend benötigte Platz für Kinderbetreuung geschaffen. Die Neugestaltung des Rathauses hat die kleine Gemeinde etwas über eine Million Euro gekostet, die letzten Abrechnungen sind noch nicht da.

Der Umbau hat bereits einen längeren Vorlauf, das Raiffeisengebäude wurde 2019 schon mit dem Gedanken erworben, das Rathaus zu verlegen. Ein Bürgermeister-Büro, ein weiteres Büro - das unter anderem vom Archivar genutzt wird - und auch der Sitzungssaal wurden in dem früheren Bankgebäude untergebracht, außerdem zwei Toiletten und eine kleine Küche. Der großzügig geplante Sitzungssaal mit moderner Technik dient bei Bedarf auch als Trauzimmer, das barrierefrei zugänglich ist. Die zwei Wohnungen im Obergeschoss sollen erhalten bleiben. Auch ein Heizungsaustausch und eine energetische Sanierung waren nötig. Geplant wurde der Umbau vom Architekturbüro WSB Architekten in Bruckmühl.

Die Ausschreibungen für den Umbau starteten im April 2022, kurz nach dem Start des russischen Angriffskriegs in der Ukraine eine denkbar ungünstige Zeit. Durch die ausgelasteten Handwerksbetriebe und die Lage durch den Krieg in der Ukraine war fraglich, ob für alle Gewerke Angebote eingehen würden. Dies war der Fall, wenn auch einige über den Kostenschätzungen lagen.

Begonnen wurde mit den Arbeiten schließlich im September 2022. Wie häufig bei Umbauten, kamen auch im Raiffeisengebäude dabei einige Überraschungen zutage, die zusätzliche Arbeiten und Kosten nach sich zogen. Der Einzug wurde für Juni/Juli 2023 vorgesehen, aufgrund der sehr kalten Witterung im Januar konnten einige Arbeiten nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Somit musste auch der Zeitplan nach hinten korrigiert werden.

Nun aber ist alles fertig, mit dem Umzug der Unterlagen von Rathaus und Gemeindearchiv ist der Weg frei für die weitere Planung auf dem Areal des alten Rathauses. Eine Machbarkeitsstudie ist bereits in Auftrag gegeben.

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SZ/sz/aja
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