Bei der Kontrolle eines Lastwagen-Gespanns hat die Verkehrsinspektion Hohenbrunn am Montag auf der A94 in Höhe Anzing nicht nur erhebliche Verstöße gegen verkehrsrechtliche Vorschriften festgestellt. „Erhebliche Beanstandungen“ habe es auch beim Tierschutz gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung. Die transportierten Kälber litten unter Platzmangel, weil das vorgeschriebene Platzangebot nicht eingehalten wurde. Die Tiere stießen deshalb teilweise mit ihren Rücken an die Decke der Ladefläche. Darüber hinaus wurden verschiedene tierschutzrechtliche Aufzeichnungspflichten missachtet. So konnte der Fahrer für das Fahrzeug keine erforderliche Zulassung für Tiertransporte vorlegen.
Der 49-jährige Fahrer verwendete zudem in seinem Fahrtenschreiber eine fremde Fahrerkarte, um seine tatsächlichen Lenk- und Ruhezeiten zu verschleiern, so die Polizei. Darüber hinaus überschritt er mehrfach die zulässige Höchstgeschwindigkeit und war mit seinem rund 40 Tonnen schweren Gespann mit bis zu 102 Stundenkilometern unterwegs.
Gegen den Fahrer und das Transportunternehmen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, wobei die Geldbuße für das Unternehmen bis zu 50 000 Euro betragen könne, teilt die Polizei mit. Der Lkw-Fahrer musste noch vor Ort eine Sicherheit in Höhe von 3400 Euro hinterlegen. Für die 190 Kälber war die Fahrt ebenfalls beendet: Sie wurden zurück zum nahegelegenen Abfahrtsort gebracht.

