Nahe GrubPolizist reanimiert Unfallfahrer

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Die Polizei Poing sperrte die Kreisstraße für die Unfallaufnahme etwa zwei Stunden lang.
Die Polizei Poing sperrte die Kreisstraße für die Unfallaufnahme etwa zwei Stunden lang. Marcus Brandt/dpa

Durch das schnelle Eingreifen überlebt der 75-Jährige den Zusammenstoß auf der Kreisstraße EBE1 zwischen Poing und Grub.

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Ein Polizeibeamter, der geistesgegenwärtig und sehr schnell nach einem Unfall Reanimationsmaßnahmen eingeleitet hat, hat einem 75-Jährigen aus dem Landkreis München nach einem schweren Verkehrsunfall wohl das Leben gerettet. Das berichtet nun die Polizei Poing.

Der Unfall hatte sich am Donnerstagvormittag auf der Kreisstraße EBE1 zwischen Grub und Poing ereignet. Der 75-Jährige, der mit seinem Auto von Grub in Richtung Poing unterwegs war, geriet einige hundert Meter nach dem S-Bahnhof Grub aus bislang unbekannter Ursache nach links in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er mit dem Heck eines entgegenkommenden Autos und prallte anschließend gegen einen Baum im Grünstreifen zwischen der Fahrbahn und dem parallel verlaufenden Fahrradweg. Danach überfuhr er den Fahrradweg und kam in etwa fünf Meter weiter in einem angrenzenden Feld zum Stehen.

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Ein vorbeifahrender Polizeibeamter außer Dienst handelte geistesgegenwärtig und zog den Münchener Rentner aus seinem Fahrzeug, in dem die Airbags ausgelöst hatten. Der 75-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Puls mehr, sodass der 47-jährige Polizeibeamte sofort eine Reanimation einleitete. Weitere Ersthelfer wählten den Notruf.

Wenige Minuten nach dem Unfall traf die Feuerwehr am Einsatzort an und übernahm die Reanimationsmaßnahmen. Etwa 15 Minuten nach dem Unfall entwickelte der 75-jährige Münchener so wieder einen eigenen Kreislauf und die Reanimation konnte eingestellt werden, wie die Polizei berichtet. In der Folge übernahmen die eingetroffenen Rettungssanitäter und ein Münchener Notarzt die Behandlung. Der verletzte Fahrer wurde unverzüglich in ein Münchener Krankenhaus transportiert, wo er stabilisiert werden konnte und im Laufe des Tages sogar wieder ansprechbar wurde. „Hier zeigt sich wieder, wie wichtig insbesondere die ersten Minuten und die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind“, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht.

Die 39-jährige Fahrerin des entgegenkommenden Autos erlitt durch den Unfall einen Schock, musste aber nicht behandelt werden. Der Sachschaden wird auf etwa 14 500 Euro geschätzt. Für die Unfallaufnahme, die durch zwei Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Poing erfolgte, war die Kreisstraße für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben, sich bei der Inspektion Poing unter der Telefonnummer (08121) 99170 zu melden.

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