Poing Sportler sind beunruhigt

Sanierung der Realschulturnhalle hat bisher noch nicht begonnen

Die Sportler in Poing beobachten mit Sorge, was sich in der Realschulturnhalle tut - oder vielmehr nicht tut. Zwar sind die Flüchtlinge aus der hier eingerichteten Notunterkunft bereits im August ausgezogen, die Sanierungsarbeiten haben aber immer noch nicht begonnen. Sollte die Halle noch einen Winter lang als Trainingsmöglichkeit ausfallen, wäre das eine "Katastrophe" für die Sportler, sagte Robert Rieger, Vorsitzender des TSV Poing und CSU-Politiker, am Donnerstag in der Sitzung des Gemeinderats. "Ich finde es allmählich nicht mehr lustig", stimmte auch Rainer Koch, SPD-Gemeinderat und DFB-Vizepräsident zu.

Im Landratsamt erwartet man nach Angaben von Sprecherin Evelyn Schwaiger in diesen Tagen das durchgerechnete Sanierungskonzept von der Betreiberfirma. Diese ist zuständig, weil die Schule in einem PPP-Modell betrieben wird. Danach muss noch die Kostenübernahmeerklärung der Regierung von Oberbayern abgewartet werden. Hier werde sich der Landrat persönlich bei der Regierungspräsidentin für eine schnelle Bearbeitung einsetzen. Anschließend können laut Schwaiger die Sanierungsarbeiten direkt ohne öffentliche Ausschreibungen beauftragt werden, weil der PPP-Partner hierzu nicht verpflichtet ist. Ob eine Wiederinbetriebnahme zum August oder Schulbeginn möglich ist, könne erst nach Beginn der Sanierung konkretisiert werden. Der Sanierungsbedarf sei deutlich höher als zunächst angenommen; viele Vorarbeiten liefen im Hintergrund.

Landrat Robert Niedergesäß (CSU) dazu: "Ich verstehe, dass Schule, Vereine und Gemeinde ungeduldig sind, weil sie vor Ort keine Aktion feststellen können. Auch wir selbst sind sehr ungeduldig und haben selber allerhöchstes Interesse an einer schnellen Sanierung. Aber nur weil man vor Ort keine Menschen arbeiten sieht, heißt das noch lange nicht, dass im Hintergrund nicht mit Hochdruck daran gearbeitet wird. Genau dies ist der Fall."