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Poing:Polizei klärt Nazi-Schmierereien auf

Ein 31-Jähriger hat rechte Parolen in Poing gesprüht und Aufkleber verteilt, in der Vernehmung gesteht er mehrere Taten. Die Polizei untersucht auch seine Wohnung.

Ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Ebersberg steckt hinter rechtsextremistischen Schmierereien und Aufklebern, die in den vergangenen Wochen überall in Poing zu sehen waren. Der Mann habe einige Taten gestanden, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord Poing, er bestreite allerdings, auch für Schmierereien an der Seerosenschule in der Nacht auf Dienstag verantwortlich zu sein.

Die gemeinsamen Ermittlungen der Polizeiinspektion Poing sowie des Staatsschutzkommissariats der Kriminalpolizeiinspektion Erding waren am Dienstag von Erfolg gekrönt. In den Morgenstunden wurde die Wohnung des 31-Jährigen von der Polizei durchsucht. Dabei wurden auch zahlreiche fremdenfeindliche sowie rechtsextremistische Aufkleber sichergestellt.

In der anschließenden Vernehmung räumte der Mann ein, Anfang November 2015 nachts im Bereich des Poinger Bahnhofs sowie im Treppenhaus des dortigen Parkhauses mehrere großflächige Parolen mit verbotenen Zeichen und Parolen aufgesprüht zu haben. Weiterhin gab er zu, dafür verantwortlich zu sein, dass in den vergangenen Wochen im Ortsbereich von Poing Dutzende von Flyern und Aufklebern an Hauswänden, Verkehrsschildern oder Laternenmasten angebracht worden sind.

Die Kriminalpolizei Erding prüft derzeit, ob der Mann weitere Schmierereien begangen hat. Als Motiv für die Taten gab der arbeitslose Mann seine "Unzufriedenheit mit den bestehenden politischen Verhältnissen" an. Neben den Rechnungen für die Beseitigung der Schäden erwartet ihn nun auch noch eine empfindliche Strafe.