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Poing/Markt Schwaben:Falsche Polizisten am Telefon

Erneut haben falsche Polizisten im Landkreis Ebersberg per Telefon versucht, ältere Menschen abzuzocken. Das teilen die echten Beamten in einer Pressemeldung mit. Demnach habe es im Verlauf des Dienstagvormittags im Bereich Poing und Markt Schwaben mehrere Anrufe angeblicher Polizeibeamter gegeben, die auf subtile Art versuchten ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. Die von den Tätern angewandte Betrugsmasche habe vor allem ältere Menschen als Opfer im Visier, schreibt die Polizei. Die Täter geben sich dabei am Telefon als Polizisten aus, versuchen beispielsweise unter der Legende, dass auf bei Einbrechern gefundenen Unterlagen der Name des Opfers enthalten sei, Informationen über die Besitzverhältnisse der Angerufenen zu erhalten und in der Folge diese zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen.

Allein am Dienstag zwischen 11.40 und 12.15 Uhr wurden der Polizei Poing fünf solcher Anrufe aus Poing und Markt Schwaben gemeldet. In keinem der Fälle entstand einem der Opfer ein finanzieller Schaden, da diese die Betrugsabsicht erkannten und rechtzeitig die Telefonate beendeten. Weil davon auszugehen sei, dass diese Betrugsmasche von den Tätern weiterhin fortgesetzt werde, bittet die Polizei die einige Verhaltenstipps zu beachten. So solle man grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen sein. Die Täter würden häufig einen technischen Trick nutzen, durch den die Notrufnummer 110 im Display angezeigt wird. Die echte Polizei aber rufe niemals unter dieser Nummer an. Im Zweifelsfall sei es immer ratsam, das Gespräch schnellstmöglich zu beenden oder die tatsächlichen Beamten zu kontaktieren.

© SZ vom 30.12.2020 / SZ
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