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Poing:Ja zur Mischnutzung

Hier gibt es nichts: Der Rewe ist im Herbst umgezogen, die alte Filiale wird demnächst umgenutzt.

(Foto: Christian Endt)

Neue Wohnungen im alten Poinger Rewe-Markt

Seit Ende Oktober vergangenen Jahres stehen die Räume des alten Rewe-Marktes in der Poinger Bürgermeister-Germeier-Straße leer - jetzt steht fest: Anstatt eines neuen Ladens soll das Erdgeschoss bald Platz für vier Wohnungen, eine Tierarzt- und eine Physiopraxis bieten. Einem entsprechender Befreiungsantrag von der im Bebauungsplan vorgesehenen reinen gewerblichen Nutzung für das Erdgeschoss und dem eingeschossigen Anbau stimmten die Mitglieder des Poinger Bau- und Umweltausschusses in der jüngsten Sitzung geschlossen zu.

Der Antragsteller begründete sein Vorhaben damit, dass die Kunden des bisherigen Supermarktes in die neue Filiale etwa 300 Meter entfernt einkaufen gehen. Mit der Eröffnung des Rewe-Marktes in der Straße Am Hanselbrunn im Herbst 2020 war die alte Filiale überflüssig geworden - der neue Standort bietet mit 1250 Quadratmetern mehr Platz im Vergleich zu dem in der Bürgermeister-Germeier-Straße, der für die Nachfrage zu klein geworden ist. "Eine Umnutzung der Einheit ist unseres Erachtens aufgrund der aktuellen Situation nach sinnvoll und vertretbar", hieß es in den Sitzungsunterlagen. Der Gewerbecharakter der Straße, den die Gemeinde wünsche, bleibe durch die Nutzungsänderung dennoch erhalten. Dem stimmte die Rathausverwaltung zu: 253 Quadratmeter für Wohnungen stünden laut den Plänen des Antragstellers 310 Quadratmeter Gewerbefläche durch Tierarzt- und Physiopraxis gegenüber. "Dies ist planungsrechtlich vertretbar", so das Urteil der Verwaltung.

Die vorgesehenen vier Wohneinheiten sollen barrierefrei sein und über eine Wohnfläche zwischen 53 Quadratmetern und 80 Quadratmeter verfügen. Die Tierarztpraxis wird mit 165 Quadratmeter geplant, die Physiopraxis mit 145 Quadratmeter. Einwände gegen eine solche Mischnutzung gab es von Seiten der Ausschussmitglieder nicht. Einstimmig stimmten sie dem Antrag zu.

© SZ vom 21.06.2021 / FEJO
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