Nicht schön, aber praktisch, dieser Satz haftet der Wachstumsgemeinde Poing schon länger an. Dass der Ort sehr wohl seine schönen, vielleicht sogar poetischen Seiten hat, kann man derzeit in der Galerie im Bürgerhaus in der Ausstellung „Poinger Impressionen – Bilder aus Poing und Umgebung“ von Georg Stahl sehen.
Der Künstler lebt bereits seit 50 Jahren in Poing und hat die Entwicklung des Ortes von einer 5000 Seelen-Gemeinde hin zu einem Ort mit schon fast städtischem Charakter miterlebt. In seinen Aquarellen beschäftigt er sich seit Längerem ausführlich mit örtlichen Situationen und lokalen Motiven.
So finden sich die wenigen noch älteren Gebäude und Straßenbereiche, in denen etwas von der Geschichte des Ortes zu spüren ist, in Stahls Bildern, aber auch Bauten aus Poings jüngerer Entwicklung wie die Kirche Seliger-Pater-Rupert-Mayer oder das Bürgerhaus. Ebenfalls zum Motiv werden Orte und Situationen, die man gerne übersieht, die aber dennoch den Ort prägen oder unter besonderen Lichtstimmungen ihren eigenen Reiz entwickeln, etwa das landwirtschaftliche Lagerhaus nahe dem Bahnhof.
Die Ausstellung „Poinger Impressionen“ ist bis 16. September immer montags, mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr zu sehen.

