Poing Es kann nur eine geben

Nicky Haugg ist die einziger Anwärterin auf den Titel der ersten Poinger Erdbeerkönigin. Am Freitag wird sie gekrönt.

(Foto: privat)

Am Freitag wird in Poing die Erdbeerkönigin gekrönt

Von Lea Weinberg, Poing

Bei der Suche nach der ersten Erdbeerkönigin in Poing ist es wie in einer richtigen Monarchie: Ein zu krönendes Oberhaupt kann nicht schnöde von den Bürgern gewählt werden. Da sich für das Amt nur eine einzige Poingerin beworben hat, fällt die Wahl am Freitag, 19. Juni, um 17 Uhr auf dem Wochenmarkt aus. Stattdessen wird die Erdbeermonarchin Nicky Haugg feierlich gekrönt.

Die Monarchin in spe ist 20 Jahre alt und gebürtige Poingerin. Nach ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation war sie zwei Monate in Rom, wo sie auf einer Schule zur Fremdsprachenkorrespondentin ausgebildet wurde. Während sie noch in Rom war, hat ihre Mutter sie auf die Wahl einer Poinger Erdbeerkönigin hingewiesen, daraufhin habe sie sich auf gut Glück beworben. "Da ich schon mit meinem Kindergartenfreund in Angelbrechting Erdbeeren gepflückt habe, hab ich sofort geschaltet", sagt sie. Außerdem seien Erdbeeren die schönsten Früchte, erklärt Nicky Haugg, "sie sehen aus wie kleine Herzen". Auch könne man die süße Frucht mit vielen Dingen kombinieren, vor allem mit Nutella, erklärt die zukünftige Erdbeerkönigin. Was das Amt mit sich bringt, ist ihr noch nicht so ganz klar, "ich lasse mich da überraschen", erklärt Nicky, "ich finde, das ist einfach eine lustige Aktion".

Initiator Hans Morgenstern zeigt sich auch zufrieden mit der Situation. "Sie ist sehr sympathisch und natürlich hübsch", sagt er. Außerdem ist Nicky Haugg eine echte Poingerin. "Das passt ganz genau", sagt Morgenstern. Bei dem ersten Treffen mit der künftigen Königin ließ diese anklingen, dass sie ihre Preise, 200 Euro und ein Wochenende mit einem Audi Cabriolet, für einen guten Zweck spenden will. Welche Organisation die junge Poingerin unterstützen will, weiß sie noch nicht genau. "Ich würde einfach gerne auch was an die Gemeinde abgeben", sagt Nicky Haugg.

Hätten sich noch mehr Anwärterinnen beworben, wäre die Wahl natürlich spannender gewesen, erklärt Morgenstern. "Ich dachte auch, dass sich viel mehr bewerben, es gibt ja viele junge Mädels in Poing", sagt Nicky Haugg. Sie hätte sich mehr Konkurrentinnen gewünscht, auf die Krönung freut sie sich trotzdem. Da sich aber auch die Nürnberger Volksfestkönigin samt einem Gefolge verschiedener anderer Königinnen angekündigt hat, muss sich die Poinger Erdbeerkönigin nicht alleine fühlen. "Ich werde auf jeden Fall mit den anderen Königinnen reden", sagt sie. Doch an weiteren Krönungen wird die 20-Jährige erst einmal nicht mehr teilnehmen. "Ich belasse es dabei", sagt sie.

Auch die Erdbeerprinzessinnen sind informiert, sechs bis sieben sollen es derzeit sein, laut dem Initiator können es aber auch mehr werden. Die Prinzessinnen kommen alle aus den örtlichen Kindergärten, der Grundschule und "vom Erdbeerfeld in Angelbrechting", erzählt Hans Morgenstern. Bei der Krönung werden sie, wie die erste Erdbeerkönigin auch, natürlich erdbeerrote Kleider tragen.