Pliening/Vaterstetten:Betrugsmasche mit Schockanrufen

Eine neue, besonders miese Masche versuchen offenbar Betrüger im Landkreis Ebersberg, wie die Polizei berichtet. Am Freitag erhielt ein 59-Jähriger aus dem Gemeindebereich Pliening einen Anruf auf dem Festnetz. Eine Frau teilte ihm mit, dass sein Sohn auf der Intensivstation in einem Münchner Krankenhaus im Sterben liegen würde. Der Geschädigte wurde zur angeblich behandelnden Ärztin weiterverbunden.

Von ihr erhielt er die Mitteilung, dass der Sohn mit einem Medikament, das in Deutschland noch nicht zugelassen sei, behandelt werden müsste. Dieses müsste aus der Schweiz eingeflogen werden, was Kosten von etwa 50 000 Euro verursachen würde. Durch die Tochter des Geschädigten flog der Betrugsversuch auf. Sie konnte ihrem Vater mitteilen, dass sie erst vor Kurzem mit ihrem Bruder telefoniert hatte, es ihm gut gehe und er nicht in der Klinik sei.

Einen ähnlichen Anruf erhielt ein 79-jähriger Rentner aus Baldham. Ihm wurde gesagt, seine Tochter liege im Sterben. Noch bevor die Anruferin ihre Geldforderung nennen konnte, fuhr der Mann mit dem Taxi in die Klinik. Dort erfuhr er, dass sich seine Tochter nicht im Krankenhaus befindet, was durch einen Anruf bei der Tochter schließlich bestätigt wurde.

© SZ vom 27.07.2021 / SZ
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