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Pliening:Mehrgenerationenhaus für Landsham

Seit Jahren denkt man in Pliening über eine eigene Senioreneinrichtung nach. Eine Wiese in der Ortsmitte neben der Kirche ist dafür vorgesehen, eingehendere Planungen wurden aber bisher im Hinblick auf die angespannte Personalsituation im Rathaus aufgeschoben. Nun sieht es so aus, als könnte eine Senioreneinrichtung zumindest unter ganz anderen Gesichtspunkten geplant werden als bisher.

Wie Bürgermeister Roland Frick (CSU) während der Bürgerversammlung berichtete, hat die Wohngenossenschaft Maro im Ortsteil Landsham vor einigen Monaten ein Grundstück erworben und plant dort ein Mehrgenerationenprojekt. Neben Wohnungen für Demenzkranke sehe das genossenschaftliche Wohnkonzept Wohnungen auf Lebenszeit mit stabilen Mieten, barrierefreies Wohnen, geförderte Wohnräume für junge Leute, Familien und Senioren vor. Das Projekt wird vom Bund und vom Land Bayern gefördert, die Gemeinde tritt als ideeller Unterstützer auf.

Die Einrichtung eines solchen Wohnprojekts ändere zumindest die Vorgaben, unter denen man für ein gemeindeeigenes Seniorenwohnen plane, erklärte Frick. Zudem habe eine Erhebung der Rathausverwaltung ergeben, dass es in den Gemeinden um Pliening herum sehr viele Angebote an Heimplätzen für wirklich pflegebedürftige Senioren gebe. Das alles heiße nicht, dass eine Plieninger Einrichtung sich nun erübrige, so Frick auf Nachfrage, aber die Frage sei nun, wie die Gemeinde eine sinnvolle Ergänzung auf die Beine stellen könne. "Ich war immer ein Fan von betreutem Wohnen", erklärte er. Und für jene Plieninger, die noch halbwegs allein zurecht kommen, könne so etwas in Pliening ein gutes Angebot sein, weil es ihnen ermögliche, weiter am Leben in der Gemeinde Teil zu haben. "Aber ich glaube, wenn ich erst einmal als Pflegefall im Bett liege, ist es mir wahrscheinlich egal, wo das Bett steht."

© SZ vom 06.10.2015 / aja
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