Planungen laufen Vorfreude auf Mai

Projektleiterin Berit Rapp und Martin Freundl vom Gewerbeverband in Ebersberg treiben die Planungen voran.

(Foto: Christian Endt)

Die Vermarktung der Flächen für die Regionalmesse EGA 2019 hat begonnen

Von Thorsten Rienth, Grafing

Wenn die Grafinger Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) erklären will, warum der Auftritt auf der regionalen Gewerbeschau EGA so wichtig sei, erzählt sie gerne die Geschichte von Walter Koppitz. Mit dem sei sie durch Zufall am Biertisch ins Gespräch gekommen. "Da erzählt der mir, dass er in Grafing gar nicht nur Schuhe für ein paar hundert Euro fertigt - sondern zum Beispiel auch Haferlschuhe für 150 oder 160 Euro." Nicht komplett von Hand, aber made in Grafing. Obwohl Koppitz bestens bekannt sei, habe sie davon nicht gewusst. "Ein paar Tage später fährt mein Mann bei ihm vorbei und kauft sich ein Paar neue Grafinger Haferlschuhe."

Vor kurzem hat die Bürgermeisterin die Geschichte einmal mehr erzählt - um den etwa 50 Unternehmern bei einer Auftaktveranstaltung zur EGA 2019 den Nutzen der Regionalmesse zu bebildern. "Und bedenken Sie", merkte Obermayr im "Kastenwirt" an, "es geht nicht nur um die Leute, von denen Sie meinen, dass die Sie ohnehin schon kennen." Der Landkreis sei Boom-Region. "Wir haben hier jedes Jahr viele hundert Neubürger. Was es hier in Sachen Gewebe gibt, das saugen die regelrecht auf." Natürlich, so ein EGA-Startschuss ist immer auch eine Werbeveranstaltung.

Aber es ist ja nicht so, dass Projektleiterin Berit Rapp nichts vorzuweisen hätte. Zwei Hallen wollen die Organisatoren auf dem Grafinger Volksfestplatz aufbauen. Dazwischen planen sie den "Marktplatz der Bewegung", er soll als großer Treffpunkt für Besucher wie Aussteller dienen. Auch die "Straße des Handwerks", die Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger zufolge bei der vergangenen EGA in Ebersberg so beliebt gewesen sei, steht wieder auf dem Plan. Nur länger soll sie diesmal sein. "Wir wünschen uns da ein richtiges Markttreiben", so Schwaiger.

Einiges ist also angelehnt an das erstmals vor zwei Jahren in Ebersberg gefahrene Konzept - was durchaus als Positivum zu verstehen ist. Zu dem neuen Veranstalter wechselte man schließlich deshalb, weil die Messe über die Jahre ein zusehender Abklatsch ihrer selbst geworden war.

Wie in Ebersberg vor zwei Jahren sind die beiden Hallen wieder thematisch gegliedert. Diesmal unter anderem nach "Familie und Freizeit", "Sport und Gesundheit" oder "IT und Start-ups". Dazu kommen allerlei Events wie Lehrstellenbörse, Existenzgründertag, Jazz-Frühschoppen sowie ein Familientag. Auftritte vom Grafinger Jugendorchester, Movimento, Musikschule und Faschingsbären sind geplant - ein richtigen Querschnitt durchs Kunst-, Sport- und Kulturleben der Stadt also.

Fachvorträge zu den einzelnen Branchen und Ausstellern wird es ebenfalls wieder geben, allerdings diesmal nicht in einem eigenen Vortragszelt, sondern in den beiden Hallen. Die größere davon wird nach der Messe stehen bleiben - sie wird zum Bierzelt für das Grafinger Volksfest, das am 24. Mai beginnt. Die Stadt hat Festwirt Anton Kainz gewinnen können, auch bei der EGA die Bewirtung zu übernehmen. Auch die nebenan gelegene Stadthalle soll diesmal mit eingebunden werden. Die Organisatoren rechnen mit etwa 80 bis 90 Ausstellern, möglichst viele davon aus dem Landkreis, aber gerne auch darüber hinaus.

Am Ende gab es noch eine kleine Anpassung bei den Öffnungszeiten zu vermelden: Die bisher immer an vier Tagen stattfindende Messe wird um einen Tag verkürzt - sie beginnt im nächsten Jahr am Freitag, 3. Mai, und endet am Sonntag, 5. Mai. Den Schnitt hatten sich ein Großteil der Aussteller gewünscht, da der Donnerstag nicht sonderlich gut besucht sei und sie dann einen Arbeitstag weniger verlieren würden.