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Planungen für 2021:Landkreis Ebersberg: Viele Veranstaltungen in der Schwebe

Steinheben, Stoaheb'n Volksfest Grafing

Für das Grafinger Volksfest gibt es bereits einen Termin im Mai. Ob es aber wirklich stattfinden kann, ist unklar.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Volksfeste, Flohmärkte, andere Großveranstaltungen: Was 2021 stattfinden kann, das zeigen die nächsten Monate.

Von Franziska Langhammer, Ebersberg

In normalen Jahren beginnt schon spätestens in diesen Monaten die Planung der größeren Veranstaltungen in den Gemeinden: Wann wird das Volksfest stattfinden? Wann die großen Flohmärkte, die Weinfeste? Nun, mit einem verschärften Lockdown ins neue Jahr gestartet, müssen diese Überlegungen alle erst einmal in der Warteschleife verharren. Das zeigt ein kleiner Rundruf bei den Bürgermeistern im Landkreis.

Besonders in Bezug auf das Grafinger Volksfest - traditionell das erste im Jahr im Landkreis - sei es wichtig, dass man bald etwas wisse, so der Grafinger Bürgermeister Christian Bauer (CSU). Die Deadline dazu setze jedoch der Veranstalter. Momentan könne man jedoch nichts planen; lediglich die Überlegungen zu weiteren Online-Veranstaltungen stünden derzeit im Raum.

"Alles ist in der Schwebe", sagt Thomas Stark (parteilos), Bürgermeister von Poing. Er wage keine wirkliche Prognose. Vor allem nach dem vergangenen Jahr sei es schwierig, nun etwas zu planen, das man dann doch wieder absagen müsse. Vor Weihnachten habe er schon einmal mit den Volksfestwirten die Lage besprochen. Notfalls könnte man mit der Planung der Volksfeste auch relativ kurzfristig beginnen, im Mai oder Juni, so Stark.

Auch Roland Frick, CSU-Bürgermeister aus Pliening, wagt keine Prognosen abzugeben. "Meine Hoffnung ist, dass es ab April, Mai wieder normaler läuft", so Frick. Das Treffen der Vereinskartelle im Herbst habe schon verschoben werden müssen. Frick hofft, dass er, sobald wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei, sich mit dem Vorstand des Vereinskartells zusammensetzen könne. Etwas enttäuscht zeigte Frick sich darüber, dass man in den letzten Monaten schon größere Ereignisse habe verstreichen lassen müssen, ohne dass ihnen größere Aufmerksam zugekommen sei. Ein Tag der offenen Tür für das neu eröffnete, fünfte Kinderhaus in der Gemeinde etwa sei nicht möglich gewesen - wie auch, ohne Kinder und Eltern. Auch das neue Feuerwehrhaus, das die Feuerwehr Ende des Jahres bezogen hatte, solle irgendwann auch von der Bevölkerung besucht werden können. "Die nächsten zwei Monate sind eine Zeit des Abwartens, Hoffens und Herunterfahrens", so Frick.

Sehr zurückhaltend formuliert es Leonhard Spitzauer (CSU), Bürgermeister von Vaterstetten: "Ein paar Dinge haben wir ganz vorsichtig mit dem Bleistift skizziert." Würde das Volksfest etwa regulär stattfinden, wäre das höchstwahrscheinlich vom 2. bis zum 8. Juni. "Ob und in welcher Form das möglich ist, das wird sich zeigen", so Spitzauer. Er kann sich vorstellen, dass der kommende Sommer ähnlich wird wie der vergangene; dass kleinere Feste stattfinden oder improvisierte, wie etwa das Volksfest 2020 mit Überdachung statt Zelt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir wieder zu zehnt am Biertisch sitzen werden", so Spitzauer. Die Verträge für die Rathaus-Konzerte seien bereits gemacht, jedoch immer vor dem Hintergrund, dass sie möglicherweise doch nicht stattfinden können.

© SZ vom 11.01.2021/aju
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