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Pläne in Grafing:"Minimalsanierung Plus" für Grafings Stadthalle

Zumindest für diese Grafinger Baualtlast gibt es eine Lösung: Im Oktober beschließt der Stadtrat die sogenannte "Minimalsanierung Plus" für die Stadthalle. Für rund 1,5 Millionen Euro lässt die Stadt die aus Brandschutzgründen nötige Lüftungsanlage erneuern, eine neue Rampe für eingeschränkte Besucher errichten sowie eine neue Glasfassade einbauen, die sich dann auch zum Lüften öffnen lässt.

Überraschend in der Sitzung selbst für viele Stadträte: Im Oktober teilte Bürgermeister Christian Bauer (CSU) mit, dass, anders als die Stadt dies zuvor stets kommuniziert hatte, keine komplette Schließung drohe - sondern lediglich eine auf nurmehr 200 Besucher reduzierte Genehmigung. Inwieweit das für die Entscheidung pro Minimalsanierung ausschlaggebend war, lässt sich im Nachhinein kaum feststellen. Fest steht allerdings, dass die frühere BfG-Stadträtin Yukiko Nave sowie Martin Tourneau den Beschluss per Bürgerbegehren stoppen wollen. Sie kündigten die Wiederaufnahme der im Frühjahr Corona-bedingt pausierten Unterschriftensammlungen an. Ihr Ansinnen eines kompletten Stadthallenneubau, den sie für langfristig günstiger halten, steht allerdings in weiter Ferne: Weder drängt sich für den Plan derzeit ein passendes Grundstück auf, noch ist klar, woher das Geld genommen werden soll. Die günstigste Neubauvariante wird auf mindestens 3,5 Millionen Euro geschätzt, die umfangreichste Planvariante auf über 13 Millionen Euro.

© SZ vom 30.12.2020 / thri
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