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Parsdorfer Großprojekt:Aufbruch in die Zukunft

Parsdorf VGP Gewerbegebiet Spatenstich

Wo Männer in Anzügen mit Erde um sich werfen, entsteht etwas Großes: So auch beim Parsdorfer Gewerbepark, dessen Baubeginn Georg Reitsberger, Jan van Geet, Gerhard Vitzthum und Georg Kast (von links) einleiten.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Spatenstich am neuen Gewerbepark

"Vom schönsten Acker Bayerns zum vermutlich teuersten Acker Bayerns": Mit diesen Worten brachte Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger die Geschichte des Grundstücks auf den Punkt, das in den kommenden Monaten von der VGP-Gewerbeparks München entwickelt werden soll. Das 1998 gegründete belgische Unternehmen VGP streckte 2012 seine Fühler in Richtung Vaterstetten aus. "Wir sind auf der Suche nach Grundstücken durch ganz Deutschland gefahren, und haben uns sehr intensiv umgeschaut. In und um München gab es nichts", sagte Jan van Geet, der Geschäftsführer von VGP. Gelächter ist die Antwort der rund 100 Gäste, die am Dienstag zum offiziellen Spatenstich gekommen waren. Unter ihnen etliche Gemeinderatsmitglieder sowie die drei Bürgermeister Vaterstettens, der Bürgermeister von Kirchheim, Mitglieder des Projektteams, Mitarbeiter von VGP, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Parsdorf-Hergolding und des Bauernverbandes, aber auch Anwohner sowie Nachbarn - und natürlich Mitarbeiter von BMW, der Autobauer plant in Parsdorf ein Logistikzentrum.

"Wir haben viele Gespräche geführt. So sind wir auf Parsdorf aufmerksam geworden und haben 2013, erstmals in der Geschichte von VGP, Ackerland gekauft", so van Geet weiter. Doch ganz so einfach, wie er sich das vorgestellt hatte, lief die Planung des Gewerbeparks, der 250 000 Quadratmeter vermietbare Flächen für Logistik und produzierende Unternehmen anbieten wird, nicht.

Da das gekaufte Grundstück nicht entwickelt werden konnte, war ein Flächentausch mit dem Grundstück nötig, auf dem an diesem Tag der Spatenstich zum Baubeginn stattfand. Auf der insgesamt mehr als 60 Hektar großen Fläche nördlich der A 94 werden 267 558 Quadratmeter vermietbarer Grund entwickelt. Dort soll BMW Mitte 2020 sein Logistikzentrum neu eröffnen, das bisher in München an der Heidemannstraße untergebracht ist, als auch der Maschinenbauer Krauss Maffei von Mitte 2022 an seinen Sitz hin verlagern. Neben den bereits vorhandenen 1800 Arbeitsplätzen werden dadurch weitere neue geschaffen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz seien VGP besonders wichtig, so van Geet. Neben der "größten Photovoltaikanlage, die bisher auf einem Gebäude in Europa installiert wurde", wird es unter anderem Gründächer, elektrische Ladestationen für Autos und Grundwasserwärmepumpen geben.

In seiner Rede dankte der Firmenchef allen Beteiligten, ohne deren Hilfe das Projekt ihm zufolge nicht zustande gekommen wäre. Anschließend sprach Bürgermeister Reitsberger seine Bewunderung für van Geet aus, weil dieser keine Mühen gescheut habe und erklärte wie der Landkreis von dem Gewerbegebiet profitieren werde. Bevor sich die Gäste auf das Brotzeitbuffet stürzten, wurden symbolisch die Spaten in die Erde gerammt, wie van Geet schon in seiner Rede ankündigte: "Wir werden hart dafür arbeiten, und ich hoffe, dass wir gemeinsam in eine gute Zukunft gehen."