Open Air in Pliening:Waschbrett und Saubär

Zwei Konzerte im Ottersberger Kulturstadl bieten bairische Lieder

"Heid soidd ma nausgeh": Der Name scheint Programm zu sein für den Kulturstadl in Ottersberg, denn dort sind nun wieder zwei Open-Air-Konzerte geboten, die man wohl nicht verpassen sollte. Am Freitag, 23. Juli, spielen De Bavarian Immigrants eben jenes Programm - "Heid soidd ma nausgeh", und am Sonntag, 25. Juli, präsentieren Die Neurosenheimer ihre "Bayerisch-neurotische Lebensmusik". Einlass und Bewirtung starten jeweils um 18.30 Uhr, Beginn ist etwa um 20 Uhr. Karten gibt es nur auf Vorbestellung, telefonisch unter (08121) 795 60 oder per Mail an info@zapf-musik.de. Das Kulturstadl Ottersberg liegt zwischen Pliening und Poing und wird bespielt von Rudi Zapf.

De Bavarian Immigrants sind aufgewachsen in Bayern - mit allem, was dazugehört: Punk, Experimentelles, Drei- und Fünfgsang, Klassik, Jazz, Schlager, Klezmer, Rock-, Blas- und Volksmusik. Aus diesem Erfahrungsschatz schöpfen sie Ideen, gesungen wird bairisch. Die fünf Musiker kennen sich bereits seit Jahrzehnten, taten sich aber erst 2018 zusammen, um eigene Lieder zu spielen. 2020 erschien ihre Debüt-CD bei "Three Saints Records", dem Label von Herbert Pixner. Die Immigrants sind: Simon Ackermann am Kontrabass, Denise Weise mit Geige, Trompete und Gesang, Istvan Galus an Geige, Gitarre, Heribert Haider mit Gesang, Waschbrett und Koffer sowie Stefan Knoll mit Gitarre, Gesang, Ziehharmonika und Saxofon.

Die Neurosenheimer - eine lustige Weibertruppe samt Tuba-Mann - machen ehrliche Musik mit eigenen bairischen Texten. Dabei blasen sie in Quer- und Nasenflöte, in Klarinette, Tuba und den "Waggerl", eine lieb gewonnene Melodica. Außerdem werden Gitarre und Kontrabass gezupft, Akkordeon, Steierische, Cajon und Waschbrett bearbeitet. Die Lieder der Neurosenheimer handeln vom Leben im Allgemeinen und den menschlichen Eigenheiten im Speziellen. So nehmen sie ihre eigenen Neurosen und die ihrer Mitmenschen spitzbübisch unter die Lupe, besingen Lamas, Kühe, Saubär'n und anderes Getier. In der Ankündigung heißt es: "Ihre Stücke eignen sich nicht zum Nachspielen, jedoch sehr wohl zum Nachdenken." Die Neurosenheimer sind: Katrin Zellner, Marita Gschwandtner, Katrin Stadler und Tobias Hegemann.

© SZ vom 22.07.2021 / sz
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB