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Öffentlicher Nahverkehr:Trotz Ankündigung der DB: Zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg fährt noch keine S-Bahn

Ab 18.30 Uhr hätten die S-Bahnen am Freitagabend wieder den Ebersberger Bahnhof erreichen sollen. Irgendwas ging da allem Anschein nach schief.

(Foto: EBE)

Um 18.30 Uhr sollten an diesem Freitag wieder die ersten Züge fahren. Eine Vorhersage der Deutsche Bahn, die wegen offenbar unvorhersehbaren Bauarbeiten nicht eingehalten werden konnte. Immerhin: Es gibt Anzeichen, wann die Bahnen wieder normal fahren sollen.

Am Freitagnachmittag um kurz vor 16 Uhr hatte die Deutsche Bahn der SZ noch versichert, dass die S-Bahnen zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg von 18.30 Uhr an wieder wie gewohnt fahren werden. Umso größer dürfte die Überraschung für all jene gewesen sein, die sich auf diese Auskunft verlassen haben. Denn: Stand 21 Uhr ist in Ebersberg noch keine S-Bahn angekommen.

Offensichtlich gab es, kurz bevor es hätte losgehen sollen, dann doch noch ein Problem. Anwohner der Strecke berichteten der SZ, dass sie bisher weder einen Zug gesichtet noch gehört hätten. Die zuständige Pressestelle der Deutschen Bahn in München ist nach 20 Uhr telefonisch nur noch per Anrufbeantworter zu erreichen.

Auf der Webseite der MVV steht um 21.19 Uhr: "Aufgrund von nicht abgeschlossenen Bauarbeiten ist weiterhin kein Zugverkehr zwischen Grafing und Ebersberg möglich", heißt es dort. "Die Arbeiten können voraussichtlich erst im Laufe des kommenden Tages, 10.6., beendet werden." Vermutlich ist mit "Grafing" nicht "Grafing-Stadt" sondern "Grafing-Bahnhof" gemeint, weil dort in den vergangenen sieben Wochen ja der Schienenersatzverkehr nach Ebersberg und zurück fuhr.

Am Freitag-Nachmittag hatte die Bahn verkündet, dass die Strecke nach sieben Wochen wieder freigegeben werde. "Die Arbeiten sind abgeschlossen, alle Bahnübergänge wieder offen, die S-Bahnen fahren nach ihrem normalen Fahrplan", hatte eine Sprecherin mitgeteilt. Auf 5,3 Kilometern Länge hatte die Bahn mehr als zehneinhalb Kilometer Schienen und 8800 Schwellen erneuert. Außerdem tauschte sie 13000 Tonnen Schotter aus und legte neue Entwässerungssysteme an.

© sz.de/koei

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