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Neues Konzept in Kirchseeon:Bessere Märkte für den Markt

Walpurgismarkt Kirchseeon

Menschenleere Verkaufsstände, wie hier beim Walpurgismarkt, soll es in Kirchseeon künftig nicht mehr geben.

(Foto: privat)

Kirchseeon will sich externe Hilfe für Veranstaltungen holen

Von Andreas Junkmann, Kirchseeon

Während Deutschland noch mitten in der dritten Pandemie-Welle steckt, plant man im Markt Kirchseeon schon für die Zeit nach der Corona-Krise. Dann nämlich, wenn größere Veranstaltungen wieder möglich sind, und somit auch der örtliche Walpurgis- und der Kathreinmarkt wieder stattfinden können. Beide Jahrmärkte allerdings waren schon vor Corona nicht mehr allzu gut besucht, weshalb man in Kirchseeon bereits offen darüber nachgedacht hat, die Veranstaltungen komplett abzuschaffen. Dieses Szenario soll nun durch die Hilfe eines professionellen Marktplaners verhindert werden. Einen solchen Experten für die Vorbereitungen zu Rate zu ziehen, hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

"Ich bin ein geborener Optimist. Corona hat irgendwann ein Ende", sagte Bürgermeister Jan Paeplow (CSU), als er seinen Gemeinderatskollegen die Idee präsentierte. "Wir können uns nicht Markt Kirchseeon nennen und keine schönen tollen Märkte haben", so der Rathauschef. Für so viel Begeisterung hatten die beiden Veranstaltungen zuletzt aber nicht mehr gesorgt. Die Jahrmärkte seien in den vergangenen Jahren nicht mehr so gut gelaufen wie erwartet, schreibt die Rathausverwaltung in einer Stellungnahme. Dabei seien solcherlei Veranstaltungen eigentlich recht beliebt. Damit sie das auch wieder in Kirchseeon werden, will sich die Gemeinde professionelle Hilfe holen. "Wir sollten Leute dazuziehen, die Erfahrung mit so etwas haben", sagte Paeplow. Dem Bürgermeister geht es dabei vor allem um die Organisation der Veranstaltungen, von der Einladung der Händler, über Werbemaßnahmen bis hin zum Erstellen eines Hygienekonzeptes. Die letztendliche Durchführung würde weiterhin die Gemeinde übernehmen. "Wir hoffen, dass wir die Märkte dadurch aufbessern und beleben können", so Paeplow.

Selbstverständlich ist eine solche externe Unterstützung nicht umsonst. Der Organisator soll deshalb künftig die Einnahmen aus den Märkten bekommen. Diese lagen in der Vergangenheit für beide Veranstaltungen bei rund 2500 Euro. "Im Verhältnis zum Organisationsaufwand der Verwaltung ist dieser Betrag als geringfügig einzustufen", heißt es dazu aus dem Rathaus. Die Zusammenarbeit mit dem Marktplaner soll zunächst auf eine Dauer von zwei Jahren begrenzt sein, "um sich gegenseitig beschnuppern zu können", wie Bürgermeister Paeplow sagte.

Der hatte in der Sitzung noch eine weitere Überraschung in Sachen Veranstaltungen parat: den Entwurf für mobile Christkindlmarkt-Hütten, die der örtliche Bauhof bei Gelegenheit selbst zusammen zimmern soll. Diese, so Paeplow, könnten dann auch den Kirchseeoner Vereinen zur Verfügung gestellt oder für andere Märkte genutzt werden.

© SZ vom 07.04.2021
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