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Neben der Poinger Hundewiese:Videoüberwachung gegen Müllsünder

Überwachung der Lagerflächen in Poing, am Bergfeld,wegen unerlaubten Müllablagerungen

Helmut Sloim (links) und Axel Goldau präsentieren ihre Alarmanlage gegen Poinger Müllsünder.

(Foto: ARGE Poing Am Bergfeld)

Weil häufig Unrat abgelagert wurde, hat die Arge "Bergfeldstraße" Kameras installiert

Zur Vermeidung von wilden Mülldeponien überwacht die Arge Poing "Am Bergfeld" die Lagerflächen an der Bergfeldstraße, Von Freitag, 15. Dezember, an werden die Lagerflächen neben der Hundewiese an der Bergfeldstraße in Poing von einer fest installierten Alarmanlage gesichert, heißt es in einer Pressemitteilung der Arge. Mit der Maßnahme komme die Arge ihrer Verkehrssicherungspflicht nach. Die Anlage sei installiert worden, weil es in den vergangenen Jahren auf den Freiflächen immer wieder zu "Müllablagerungs- und Entsorgungsvorgängen" kam. Durch die nachträgliche fachgerechte Entsorgung der "wilden" Mülldeponien entstand ein Schaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Von der Sicherungsmaßnahme versucht die Arge Poing "Am Bergfeld" zusätzliche Verunreinigungen auf den Lagerflächen zu vermeiden. Die Anlage wurde in Zusammenarbeit mit der Spezialfirma Protego 24 errichtet, die sich neben Gebäudeschutz auch auf die Sicherung von Baustellen und Freiflächen spezialisiert hat.

Über mehrere Masten wird mit Videokameras die gesamte Fläche in Echtzeit überwacht. Eine Leitstelle kontrolliert live, welche Bewegungen auf dem Gebiet stattfinden. Die Kontrolleure erkennen illegale Aktivitäten sofort und können direkt in das Geschehen eingreifen. "Sobald die Leitstelle ein rechtswidriges Verhalten identifiziert, wird die Polizei und der Ansprechpartner vor Ort verständigt", sagt Projektleiter Axel Goldau.

"Gleichzeitig signalisiert ein Licht und ein lautes Tonsignal, dass der Vorgang bemerkt wurde", so Goldau weiter. "Durch die Liveüberwachung können wir individuell reagieren. Weil unbefugte Personen auf dem Gelände gewarnt werden, kann ein eventueller Schaden präventiv verhindert und der Verursacher ausfindig und haftbar gemacht werden. Das ist ein Vorteil gegenüber stupiden Bewegungsmeldern, die einzelne Vorfälle nicht unterscheiden und ausnahmslos auf jeden Zwischenfall reagieren", schildert Goldau die Vorteile des Sicherungssystems.

Allerdings kann es zu Beginn der Inbetriebnahme durchaus zu Alarmauslösungen wegen unberechtigten Betretens kommen. Deshalb bitte Goldau Anwohner und Spaziergänger, die Privatfläche nicht zu betreten.

Helmut Sloim freut sich über die neuen technischen Möglichkeiten, die die Anlage bietet: "Mit der Sicherung unserer Fläche, sichern wir auch wichtige finanzielle Ressourcen, die wir lieber in das große Projekt "bezahlbarer Wohnraum" oder in die Unterstützung von kulturellen Veranstaltung zur weiteren Steigerung der Lebensqualität in Poing stecken."

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Müllablagerung durch Fremdfirmen oder zu spontanen Entsorgungen von Haushaltsmüll. "Auch wenn es für den einzelnen, der seinen Bauschutt, Gartenabfälle oder den Weihnachtsbaum auf der Fläche ablädt, nur ein Kavaliersdelikt zu sein scheint, verursacht die Summe solchen Verhaltens doch enorme Kosten. Deshalb sieht sich die Arge zu solchen Maßnahmen gezwungen", sagt Arge-Sprecher Sloim. Mit Protego 24 habe man einen Partner gefunden, der die Sicherungen seriös-professionell ausführe, auf das Notwendigste beschränke und persönliche Daten nur im Bedarfsfall auswerte, versichert Sloim.

Die Firma Protego 24 entstammt dem Kreis des Münchner Bauforums, einer Gemeinschaft aus über 60 Unternehmen, deren Leistungen und Lösungen rund um das Thema Bauen und Sanieren angesiedelt sind.

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