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Nahverkehr:U 2 soll bis zur S 2 fahren

Die Kirchheimer CSU setzt sich für eine U-Bahnanbindung von Feldkirchen und Heimstetten ein. Der Gemeinderat soll Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) ermächtigen, sich in den zuständigen Gremien für eine beschleunigte Untersuchung, Planung und Realisierung des Vorhabens einzusetzen, heißt es in einem Antrag der CSU-Fraktion an den Gemeinderat, den Böltl unterstützt. Laut CSU wird die Fortführung der U 2 bereits auf Landkreisebene untersucht. Im Hinblick auf den Bevölkerungsanstieg in der Region und die Überlastung insbesondere auf der Autobahn A 94 sei es notwendig, die Planungen zu beschleunigen.

Geht es nach den Antragstellern, soll die U-Bahnlinie von der Station Messestadt Ost südlich der A 94 bis nach Feldkirchen fortgeführt werden. Entlang der Kreisstraße M 1 soll sie bis nach Heimstetten führen, wo sie mit der S 2 verknüpft werden könne. Für die Kirchheimer CSU böte eine derartige Streckenführung zahlreiche Vorteile: Durch eine Haltestelle am Gewerbegebiet im Feldkirchner Süden würde der Durchgangsverkehr im Ort verringert. Fahrgäste aus Haar und dem Landkreis Ebersberg müssten nicht mehr durch den Ort fahren, um zur U-Bahn in der Messestadt zu gelangen, ein Shuttle zur Messe wäre überflüssig, die Gäste der Hotels hätten eine direkte Anbindung an die U-Bahn. Längerfristig könne eine Weiterführung der U-Bahn nach dem Halt in Heimstetten ein noch größeres Einzugsgebiet erschließen.

Bürgermeister Böltl befürwortet als Sprecher des S-Bahn-Bündnisses Ost, das sich bereits 2018 mit einem Schwenk der S-Bahn zur Messe beschäftigt hatte, das Vorhaben. "Die vorgelegte konkrete Idee deckt sich mit den Zielen des S-Bahn-Bündnisses: Mehr Lärmschutz und besserer Takt für unsere Bürger sowie eine Verknüpfung zwischen Messe und Flughafen."

© SZ vom 15.03.2021 / ams
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