Nachruf Trauer um Richard Giglinger

Richard Giglinger war von 1972 bis 1999 mit Elan und Herzblut Kirchenmusiker und Chorleiter in St. Sebastian. Nun ist er im Alter von 71 Jahren gestorben.

(Foto: Privat)

Mit Bestürzung und Betroffenheit haben Weggefährten die Nachricht vom Tod des langjährigen Kirchenmusikers und Chorleiters Richard Giglinger aufgenommen. Als einfacher Bauernsohn aus Haselbach verspürte er bereits in seiner frühen Jugend die Liebe zur Musik. Sein Werdegang zum Kirchenmusiker war jedoch mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Giglinger musste sich alles hart erkämpfen. Seine Tätigkeit als Kirchenmusiker und Chorleiter in St. Sebastian übte er von 1972 bis 1999 aus. Giglinger arbeitete in seinem Beruf mit Elan, Begeisterung und Herzblut. Er rief auch die Ebersberger Bläsergruppe für den liturgischen Dienst sowie den Kinderchor ins Leben. Durch seine Begabung, Fleiß und Ausdauer brachte er Chor und Orchester St. Sebastian auf ein beachtlich hohes und künstlerisches Niveau. Seine Orchester-Messen an den Feiertagen sowie die alljährlichen Kirchenkonzerte bleiben unvergessen. Vor etwa 25 Jahren gründete Giglinger den Cäcilien-Verein zur finanziellen Unterstützung der Kirchenkonzerte. Seinen geliebten, aber auch anstrengenden Beruf musste Richard Giglinger aus gesundheitlichen Gründen früh aufgeben. Aber er legte seine Hände nicht in den Schoß, sondern übernahm überall da, wo er gebraucht wurde in den Landkreisen Ebersberg und Wasserburg die Aushilfsdienste in Orgelspiel und Gesang. Giglinger besaß auch die Konzertreife-Prüfung in Gesang. Durch diese fachliche Kompetenz und seinen Ehrgeiz konnte er verschiedene begabte Sängerinnen und Sänger aus seinem Chor zu Solisten heranbilden, die noch heute tätig sind. Als Kirchenmusiker übte er von 1990 bis 1999 das Amt des Dekanatsmusikpflegers für das Dekanat Ebersberg aus. Am 18. Mai ist Richard Giglinger im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Beerdigung fand in Haselbach im engsten Kreis statt.