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Nachruf:Trauer um Alois Moosbauer

Von 1988 bis 2002 war Alois Moosbauer Bürgermeister in Frauenneuharting. Später wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Nun ist er im Alter von 90 Jahren gestorben.

(Foto: Christian Endt)

Zu seinem Abschied aus der Politik haben ihm die örtlichen Vereine eine Ballonfahrt geschenkt. Abgehoben war Alois Moosbauer, der 1930 in Kleinaschau auf dem Hof seiner Eltern geboren wurde, aber sonst nie, dafür bodenständig, beharrlich und sehr engagiert. Für das viele Positive, das er für seine Heimatgemeinde Frauenneuharting in seiner Zeit als Bürgermeister bewirkt hat, wurde Alois Moosbauer 2004 zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt. Nun ist er im Alter von 90 Jahren gestorben.

Gemeindechef war Alois Moosbauer von 1988 bis 2002, davor hatte er bereits von 1978 bis 1988 das Amt des Zweiten Bürgermeisters bekleidet. Für die CSU in den Gemeinderat eingezogen war Moosbauer 1972. Zählt man alle Dinge auf, die er in seiner Amtszeit angepackt hat, kommt man auf eine lange Liste. Wasserversorgung, Kanalanschluss, Feuerwehr, Kindergarten und Gemeindesaal - all diese Projekte wurden unter ihm angestoßen oder fertiggestellt. Auch die Gestaltung des Frauenneuhartinger Dorfplatzes hat er maßgeblich vorangetrieben. Als einen der Höhepunkte seiner Amtszeit hat Moosbauer selbst die 1000-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 1997 bezeichnet.

Auch wenn er sich schon lange aus der Politik zurückgezogen hat, wirken die Errungenschaften Moosbauers immer noch positiv für die Gemeinde nach. "Alois war eine prägende Persönlichkeit, die durch mutige und weitsichtige Entscheidungen die Gemeinde für die Zukunft weit öffnete", würdigt Bürgermeister Eduard Koch seinen Vorgänger. Moosbauer habe sich mit seiner ganzen Kraft und Leidenschaft für die Gemeinde und deren Bürger und Vereine eingesetzt, "jederzeit diskussionswillig und für jeden ansprechbar". Nach dem Ende der Pandemie-Restriktionen will die Gemeinde den Verstorbenen bei einer öffentlichen Gedenkfeier ehren.

© SZ vom 14.01.2021 / moo
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