NachrufTrauer um Robert Fischer

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Viele Jahre widmete Robert Fischer dem Aufbau der Nachbarschaftshilfe.
Viele Jahre widmete Robert Fischer dem Aufbau der Nachbarschaftshilfe. privat

Der langjährige Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Vaterstetten, Zorneding, Grasbrunn ist im Alter von 93 Jahren gestorben.

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Ihm einen Korb zu geben, das war nicht einfach - jedenfalls dann, wenn es um Robert Fischers Herzensprojekt ging: die Nachbarschaftshilfe Vaterstetten, Zorneding, Grasbrunn. Fischer, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender, warb sogar in Gottesdiensten um neue Mitstreiter - am Martinstag im Jahr 1979 viermal hintereinander. Dass die Einrichtung vor 50 Jahren einen fulminanten Start hinlegte und somit die Grundlage für die dauerhaft wichtige Arbeit in den drei Gemeinden gelegt wurde, ist auch ein Verdienst von Robert Fischer. Am 19. Mai ist er nun im Alter von 93 Jahren gestorben.

Mit großer Wertschätzung erinnert die Nachbarschaftshilfe in einem Nachruf an Fischer: "Sein unermüdliches Engagement prägte die Nachbarschaftshilfe Vaterstetten über viele Jahre hinweg maßgeblich und war entscheidender Faktor für das Wachstum in den Anfangsjahren. Als Vorstand hat er von 1979 bis 1994 zahlreiche Projekte ins Leben gerufen und viele Mitglieder für die Nachbarschaftshilfe gewonnen", heißt es in der Würdigung. Es sei auch sein Verdienst, dass die Nachbarschaftshilfe Mitte der 90er-Jahre die Büroräume im Haus der Caritas in Baldham beziehen konnte, unterstreicht Franz Pfluger, der aktuelle Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe. Fischer habe nicht nur die Nachbarschaftshilfe, sondern die ganze Gemeinde geprägt.

Tatsächlich ging das Wirken Fischers über die Organisation hinaus. Vor allem die gute Versorgung der Senioren am Ort lag ihm am Herzen, tatkräftig - und mit Erfolg - setzte er sich unter anderem für den Bau des Altenheims St. Korbinian in Vaterstetten ein.

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Vielen Vaterstettenern wird Fischer freilich als "Mister NBH" in Erinnerung bleiben, so nannte ihn einer seiner Nachfolger einmal. Er selbst zog aus seiner ehrenamtlichen Arbeit großen persönlichen Gewinn, wie er einige Jahre nach der Gründung unterstrich: "Ich habe selten in meinem Leben etwas gemacht, was mir so viel Freude gemacht hat. Mit einem bisschen Einsatz kann man viele Türen öffnen, die scheinbar verschlossen sind."

Sogar in Rom warb Fischer für seine Nachbarschaftshilfe - und zwar an allerhöchster Stelle: Bei einer Audienz im Jahr 1995 übergab er eine Festschrift, die zum zwanzigjährigen Bestehen der Nachbarschaftshilfe erstellt worden war, an Papst Johannes Paul II. Ein Mitgliedsantrag war aber nicht beigelegt, wie er damals erzählte - auch wenn er in Vaterstetten und Umgebung als "Mitgliedsjäger" bekannt sei.

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