Nach Beschwerden Shoppen ohne Stress

Die blauen Schilder am Poinger City Center gehören der Vergangenheit an. Künftig dürfen Besucher dort wieder unbegrenzt parken.

(Foto: Christian Endt)

Poinger City Center schafft Parkzeitüberwachung ab

Wer in den vergangenen zwei Jahren im Poinger City Center etwas zu erledigen und deshalb sein Auto im zugehörigen Parkhaus abgestellt hatte, der musste sich beeilen. Länger als 90 Minuten durfte der Einkaufsbummel nicht dauern - sonst gab's eine Strafe von 30 Euro. Gleiches galt für denjenigen, der im Shoppingeifer seine Parkscheibe ganz vergessen hatte. Damit ist nun Schluss, wie die Poinger Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Seit Ende Januar ist die Parkzeitregelung wieder aufgehoben. Das dürfte nicht nur viele Besucher freuen, sondern auch den Poinger Gemeinderat und Bürgermeister Albert Hingerl (SPD).

Letzterer war nämlich äußerst verwundert, als die Eigentümer des City Centers Anfang 2017 plötzlich und ohne Rücksprache mit der Kommune eine private Parkraumüberwachung eingeführt hatten. Wenig später schaffte es das Thema dann auf die Tagesordnung des Gemeinderates, als das Gremium über "Nachbesserungsmöglichkeiten im Sinne der Bürgerinnen und Bürger" debattierte. Allein, es half nicht viel. Denn trotz mehrmaliger Gespräche ist man beim City Center nicht von der neuen Linie abgewichen. Unterdessen gingen bei der Poinger Gemeindeverwaltung immer wieder Beschwerden über die Parkzeitüberwachung ein. Im Gemeinderat war man sich deshalb sogar einig, dass die praktizierte Regelung "dem Ansehen der Gemeinde Poing in der Öffentlichkeit erheblich abträglich" sei.

Nun aber die Wende: Zum 31. Januar habe das City Center die Verträge mit der bisher zuständigen Überwachungsfirma gekündigt, so die Gemeinde in einer schriftlichen Stellungnahme. Auch seien bereits alle Beschilderungen entfernt worden, Kontrollen fänden keine mehr statt. Wer also künftig am Einkaufszentrum parkt, um seine Geschäfte zu erledigen, muss nicht mehr ständig die Uhr im Blick haben. Bürgermeister Hingerl bedankt sich deshalb ausdrücklich bei den Eigentürmern für die Nachbesserung - und dürfte damit vielen Besuchern aus der Seele sprechen.