Muttertag:Mama ohne Unterschied

Lesezeit: 1 min

Martina Katter hat eine Tochter und einen Pflegesohn

Interview von Franziska Langhammer

Was macht eine Mutter aus? Die Biologie oder die Antwort auf die Frage, wer das Kind nachts ins Bett bringt und bei Alpträumen tröstet? Gerade in zusammengewürfelten Familien ist das oft nicht leicht zu beantworten. Martina Katter muss es wissen: Sie hat eine leibliche Tochter, 19, und eine Pflegesohn, 18, der mit anderthalb Jahren zur Familie kam.

SZ: Frau Katter, wie viele Kinder - wenn sie denn dran denken - gratulieren Ihnen am 13. Mai zum Muttertag?

Martina Katter: Wenn alles gut läuft, zwei - meine Tochter und mein Pflegesohn. Früher bekam ich dann übrigens oft noch ein schnell gemaltes Bild dazu. (lacht)

Mit Ihrer langjährigen Erfahrung als Pflegemutter: Inwiefern macht man einen Unterschied zwischen leiblichen und nicht leiblichen Kindern in der Erziehung?

Man möchte es beiden gleich machen. Ob man es immer schafft: Ich weiß es nicht.

Wie fühlt es sich an, Pflegemutter zu sein?

Ich fühle mich als Pascals Mama. Das ist wie bei meiner Tochter: Wenn etwas von außen kommt, wird man schon mal zur beschützenden Übermutter. Oder wenn der Bus Verspätung hat und keine Nachricht kommt, sind die Sorgen da - bei beiden.

Fühlen sich die Kinder untereinander wie Geschwister?

So empfinde ich das. Sie grenzen sich gegenseitig voneinander ab - das ist meins, das ist deins. Aber sie unternehmen auch viel zusammen.

War Ihre leibliche Tochter manchmal auch etwas eifersüchtig auf Ihren Pflegesohn?

Nein, so etwas gab es nie. Vielleicht kommt das auch daher, weil wir unsere Tochter von Anfang an mit einbezogen haben, als Pascal zu uns kam. Sie war schon beim ersten Treffen mit ihm dabei.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB