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Mobilität:Fast wie in der Großstadt

Dritter Bürgermeister Günter Lenz (SPD) und Grünen-Fraktionschef Axel Weingärtner gehören zu den ersten, die auf Vaterstettens neuer Fahrradstraße stilecht unterwegs sind.

(Foto: Christian Endt)

In Vaterstetten gibt es jetzt offiziell eine Fahrradstraße

Ein Hauch Metropole weht seit vergangenem Freitag durch die Großgemeinde, da wurde die erste Fahrradstraße Vaterstettens und auch des Landkreises offiziell als solche freigegeben. Sie verläuft vom S-Bahnhof in Baldham über die Finken- und die Beethovenstraße zur Johann-Sebastian-Bach-Straße. Die Idee dazu stammt aus der Landeshauptstadt, dort wurden bereits vor einigen Jahren die ersten Fahrradstraßen eingerichtet.

Dass es diese nun nach der Großstadt München auch in der Großgemeinde Vaterstetten geben soll, haben die SPD im Gemeinderat sowie die Agenda 21 Verkehr im Sommer auf den Weg gebracht. Das Ziel dabei ist, so die Antragsteller damals, dass ein Netz aus Fahrradstraßen durch die Gemeinde verläuft, besonders durch ihren dicht besiedelten Teil an der S-Bahn. Dort nimmt der Autoverkehr immer mehr zu, durch bessere Radwege - und eben die Fahrradstraßen - sollen mehr Leute motiviert werden, bei Kurzstrecken in der Gemeinde auf ihre Autos zu verzichten.

Diese dürfen im Übrigen auch auf der neuen Fahrradstraße, genau wie auf allen, die vielleicht noch kommen, unterwegs sein. Denn im Gegensatz etwa zu einem Radweg - das sieht man auch auf dem nebenstehenden Foto - ist die Vaterstettener Fahrradstraße ausdrücklich für den motorisierten Verkehr freigegeben. Der einzige Unterschied zu einer normalen Straße besteht darin, dass der Fahrradverkehr dort grundsätzlich Vorrang hat. Aber auch das gilt nicht unbedingt: Denn die Vorfahrtsregeln ändern sich genau so wenig, wie das Tempolimit: Zwischen Baldham Bahnhof und Johann-Sebastian-Bach-Straße gilt auch künftig eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde - auch für Radler übrigens - sowie an allen Kreuzungen Rechts-vor-Links.

Damit aber auch alle wissen, dass sie es mit einer Fahrradstraße zu tun haben, sind in den vergangenen Wochen einige neue Schilder aufgestellt worden. Laut Vaterstettener Bauamt mussten diese an jeder Zufahrt und in jede Richtung angebracht werden - 76 Stück insgesamt. Bis auf wenige Ausnahmen habe man dafür aber Pfosten von bestehenden Verkehrsschildern mitbenutzen können. Die Kosten sind - zumindest im Vergleich mit sonst bei Maßnahmen an Straßen üblichen Maßstäben - eher moderat, im Rathaus geht man von etwa 1200 bis 1600 Euro für die Schilder und einen zusätzlichen Poller zwischen Finken- und Beethovenstraße aus.