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Mitten in Poing:Überall Steine im Weg

Foto: Polizei/OH

(Foto: Polizei/OH)

Hat wirklich der starke Gallier Obelix in Poing zugeschlagen? Eine Polizeimeldung lädt jedenfalls zu Spekulationen ein

Gibt es Obelix wirklich?", fragt sich die Poinger Polizei in der Pressemitteilung vom Sonntag und zeigt dazu das Bild eines Findlings. Der etwa 500 Kilogramm schwere Stein soll am Eingang zum Park (Übergang von Westring in die Bergfeldstraße) gelegen haben, um dort Fahrzeuge an der Einfahrt in die Grünanlage zu hindern, heißt es. Zusammen mit seinem Freund, einem zweiten Findling. Jedenfalls, die Steine sind weg. In einer Nacht im Mai verschwand erst ein Stein, in der darauffolgenden Nacht der zweite - und die Polizei sucht nun den stärksten Mann Poings.

Nun, wahrscheinlich war es gar nicht Obelix. Die Polizei, das liest man zwischen den Zeilen, tendiert ebenfalls in diese Richtung. Denn man hat Reifenspuren eines kleinen Radladers am Tatort gefunden. Aber: "Wer hat zwei Steine geklaut?" klingt selbst in einer Pressemitteilung irgendwie komisch. Man hätte hinzufügen müssen, dass diese Steine im Weg lagen - und hätte damit den Steinen zumindest eine Mitschuld gegeben. Und die tragen sie definitiv. Denn es handelt sich um Steine des Anstoßes im wahrsten Sinne des Wortes. Man stößt an! Radfahrer, die um die Ecke sausen, Autofahrer deren Rückfahrsensoren das Hindernis nicht erfassen, obwohl es definitiv da ist. Lediglich Hunde freuen sich, auch auf dem kleinsten Eckchen Grün irgendetwas markieren zu können. Die dazugehörigen Hundehalter werden wohl demnächst zur Fahndung ausgeschrieben, schließlich kostet so ein Stein 500 Euro, den darf man nicht einfach so anpieseln. Jedenfalls: Sollte man den oder die Diebe finden - die Chancen vor Gericht auf mildernde Umstände stehen gut.