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Mitten in Ebersberg:Wahlen im Jahr der AC/DC-Maus

Betrachtet man die Ebersberger Kandidaten unter dem Aspekt der chinesischen Tierkreiszeichen, gewinnt man interessante Einsichten

Huiuiui, wie man so schön im Feiern versumpfen kann, sobald man kulturell ein wenig weiter blickt als bis zum Tellerrand. So kann man sich pünktlich zum 25. Januar wieder das ein oder andere Sektchen gönnen, denn dann beginnt, dem Neumond sei Dank, das neue Jahr in China. 2020 beschert uns die Metall-Ratte, nicht zu verwechseln mit der AC/DC-Maus oder dem Black-Sabbath-Hamster. Die Metall-Ratte steht für Hartnäckigkeit und die erfolgreiche Verfolgung von Karriere-Zielen. Ein Glück also, dass der 15. März, Datum der Kommunalwahlen bayernweit, nicht mehr in die Gutmütigkeit und Gemächlichkeit des Erdschweins fällt, das Tierkreiszeichen, welches das vergangene Jahr beherrschte.

Um jedoch eine genauere Prognose über den Ausgang eben dieser Wahlen abgeben zu können, schauen wir uns doch mal unter asiatisch-astrologischem Aspekt die Geburtsjahre der Männer an, die demnächst Bürgermeister in Ebersberg werden wollen. Bernhard Spötzl von der FDP etwa und sein Kollege Josef Peis, Pro Ebersberg, sind zwar nicht derselbe Jahrgang, tragen aber dasselbe Tierkreiszeichen: Büffel. Büffel sind, so bringt es eine kurze und effektive Recherche im Internet zutage, stur, autoritär, materialistisch, jedoch auch aufrichtig, verlässlich und treu. Eine Schlange im Geburtsjahr hat Toni Ried von den Freien Wählern. Ihnen wird Misstrauen und Launenhaftigkeit nachgesagt, aber auch Empfindsamkeit und Rätselhaftigkeit. Uli Proske ist seines Zeichens nicht nur SPDler, sondern auch im Jahr des Hundes geboren und damit intuitiv wie idealistisch, jedoch auch verschlossen und unbeugsam. Im Jahr des Schweins schließlich ist Alexander Gressierer zur Welt gekommen und sticht damit durch Genuss- und Vergnügungssucht, aber auch durch Warmherzigkeit und Großzügigkeit hervor.

Man sieht, ein jeder Kandidat bringt seine Vor- und Nachteile mit in den Wahlkampf. Bleibt zu hoffen, dass sich die Wähler nicht nur auf schnelle, internette Recherchen verlassen, wenn sie ihr Kreuzchen machen. Oder dass sie mit dem Urnengang nicht warten bis zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2026, die ins Jahr des Pferdes fällt. Da nämlich, so die Vorhersagen, ist im ersten Quartal eher mit Misserfolgen zu rechnen.

© SZ vom 24.01.2020
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