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Mit angepasstem Hygienekonzept:Poinger Miniclub ist zurück

Poing Miniclub

Die Poinger Kinder freuen sich über die Rückkehr in ihren Miniclub.

(Foto: Privat)

Das Betreuungsangebot des Familienzentrums nimmt Arbeit auf

Von Johanna Feckl, Poing

Der Miniclub vom Poinger Familienzentrum ist eine Institution, die auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist. Eine Station zwischen Kinderkrippe und Kindergarten, so könnte man wohl sagen, die den Kleinen beim Abnabelungsprozess von den Eltern helfen soll. Wie alle anderen Betreuungseinrichtungen musste auch das Familienzentrum all seine Angebote mit dem Erlass der strengen Ausgangsbeschränkungen in Bayern Mitte März vorerst schließen - so auch den Miniclub. Mit einem angepassten Hygienekonzept sind die Pforten seit Ende Juni nun wieder geöffnet.

Als Vorbereitung auf den Kindergarten hat das Familienzentrum den Miniclub vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen. Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren, die keine Krippe besuchen, sollen damit auf die Kindergartenzeit vorbereitet werden. Zwei Gruppen mit jeweils zehn Kindern gehen das eine Mal montags und dienstags, das andere Mal mittwochs bis freitags in den Miniclub, immer von 9 bis 12 Uhr. "Die Kinder lernen einen ersten Schritt zur Selbstständigkeit und sich an ein geregeltes Programm zu gewöhnen", erklärt Sarah Niesner. Sie organisiert im Familienzentrum die Miniclub-Gruppen. "In Vorbereitung auf den Kindergarten können wir schön vorsichtig abnabeln."

Bevor die Kleinen wieder zurück in ihren Miniclub gehen konnten, dort erst einmal ihre Hände waschen, Brotzeit auspacken, spielen, dann gemeinsam singen, ihre Brotzeit essen und dann noch einmal spielen konnten, musste aber zunächst ein überarbeitetes, an Corona angepasstes Hygiene- und Betreuungskonzept her. Via Videochats hat der Vorstand gemeinsam mit den zwei pädagogischen Kräften Maßnahmen festgelegt, die das Infektionsrisiko auf ein Minimum reduzieren.

Das Ergebnis: Die Kuschelecke musste weichen, gespielt wird ab sofort nur noch mit Plastikspielsachen. "Das können wir nach jedem Tag problemlos reinigen", so Sarah Niesner. Ebenso täglich gereinigt werden sämtliche Oberflächen, Türklinken und allgemein die Räumlichkeiten. Außerdem spielen die beiden Miniclub-Gruppen mit unterschiedlichen Spielsachen. Schnuller und Trinkflaschen werden auf Regalen aufbewahrt, sodass die Kinder nicht aus einer fremden Flasche trinken können. "Wir machen jetzt regelmäßig Trinkpausen - und wenn ein Kind Durst hat, kann es natürlich auch außerhalb der Pausen trinken", erklärt Niesner, "aber so können wir eben sichergehen, dass nur aus der eigenen Flasche getrunken wird."

Gesungen wird ab sofort ausschließlich im Freien, auch das Spielen hat das Familienzentrum hauptsächlich in den Garten verlagert. Nur die Brotzeit gibt es drinnen; draußen sei es mit den vielen Wespen einfach zu gefährlich für die Kinder. Die Betreuerinnen tragen während Toilettengänge mit den Kindern und dem Essen Masken. Eltern dürfen ihre Kinder nur über den Garten bringen und zwar der Reihe nach, sodass Begegnungen vermieden werden können.

Ob diese Regeln im September, wenn das neue Betreuungsjahr startet, noch einmal geändert werden müssen, ist derzeit noch nicht absehbar. Bisher ist geplant, dass auch dann ein Großteil der Aktivitäten im Garten stattfinden wird. Wenn Eltern zu Beginn noch eine Weile bei ihren Kindern bleiben möchten, funktioniert das nach den aktuellen Vorgaben nur im Freien, sagt Niesner. Freie Plätze gebe es auf jeden Fall noch, so Niesner weiter, sowohl für die Zwei-Tages- als auch die Drei-Tages-Gruppe.

Anmeldungen für das neue Miniclub-Jahr ab Herbst nimmt Sarah Niesner entgegen, entweder per E-Mail an miniclub@familienzentrum-poing.de oder telefonisch unter (08121) 71771.

© SZ vom 15.07.2020

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