Mein Grafing Werkstatt neben Fußgängerzone

(Foto: Christian Endt)

Michaela Müller hat viele Ideen für ihre Heimatstadt

Interview von Christian Bauer

Das Leben im Landkreis Ebersberg hat viele Facetten und Perspektiven - und jeder Bürger hat eine andere Perspektive auf seinen Heimatort. Was ihr besonders am Herzen liegt, verrät Michaela Müller von der Transition Town Initiative Grafing in einer weiteren Folge der Reihe "Mein Ebersberg".

SZ: Ihr Lieblingsplatz in Grafing?

Michaela Müller: Die Mariensäule im Dobel - nicht die am Marktplatz! Mit ihr sind Kindheitserinnerungen verbunden. Es ist ein Kraftplatz, an dem man zur Ruhe kommen kann.

Der typische Grafinger in drei Worten?

Offen, ehrlich, freundlich.

Was macht aus Ihnen eine typische Grafingerin?

Offen, ehrlich freundlich (lacht). Nein, ich würde sagen, dass ich mich in Grafing nur dann daheim fühle, wenn ich mich engagiere. Wenn ich etwas tue für das Leben in der Gemeinde, dann bin ich eine Grafingerin.

Was würden Sie gerne anders machen?

Das ist jetzt ein abendfüllendes Programm (lacht). Ich würde den Marktplatz gerne zur Fußgängerzone machen. Außerdem wünsche ich mir ein Begegnungshaus mit offener Werkstätte, wo man mit Holz werken oder Dinge reparieren kann. Ein möglicher Platz dafür wäre die Rotter Straße 8. Aber diese alte Schule ist auch ein Thema für sich. Sie steht seit gefühlt hundert Jahren leer, da gehört dringend etwas gemacht. Momentan ist das Ressourcenverschwendung.

Wenn es möglich wäre: Mit welchem Grafinger würden Sie gerne den Abend verbringen?

Vielleicht mit einem wirklich alten Menschen, der noch weiß, was in der Gegend früher alles so los war. Mein Onkel wäre da schon eine gute Wahl. Was er erzählt, müsste mal dokumentiert werden, damit man schauen kann, was man vielleicht reanimieren könnte. Die ein oder andere Mühle zum Beispiel.

Welchem Event im Landkreis fiebern Sie das ganze Jahr entgegen?

Dem Vegan-Festival in Moosach, denn ich halte es für sinnvoll, dieses Thema besser ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.