bedeckt München
vgwortpixel

Mein Geschenk:Lustige Kleinigkeiten

Maria de la Soledad Conejo Ruzafa ist Poings Streetworkerin.

(Foto: Christian Endt)

Poings Streetworkerin staunt über den Trend zum Nützlichen

"Hier in Deutschland ist es ja üblich, etwas Nützliches zu verschenken", sagt Maria de la Soledad Conejo Ruzafa (Foto: Endt), Poings Streetworkerin. "In Spanien ist das ein bisschen anders." Während ihre deutschen Freunde sorgfältig überlegen, was der andere "brauchen könnte", seien Geschenke in Spanien gerne einmal lustige Kleinigkeiten. "Aber ich finde es schön, dass man hier manchmal Sachen bekommt, von denen man nicht mal selbst wusste, dass man sie braucht", sagt sie. Sie selbst ist im Moment gar nicht auf "materielle Dinge eingestellt", erklärt sie. "Ich denke, durch meine Arbeit kann ich den Leuten etwas sehr Schönes anbieten - und das muss nicht unbedingt etwas sein, das man kaufen kann." Das perfekte Geschenk für sie persönlich wäre - abgesehen davon, sich in ihrem Beruf weiterentwickeln zu können - eine Reise. "Am liebsten nach Australien", fügt sie hinzu. "Die unberührte Natur und die tollen Landschaften zu sehen, das wäre ein wahnsinniges Geschenk." Für die Weihnachtszeit zieht es sie zurück zu ihrer Familie: "Ich besuche meine Familie über Weihnachten für zwei Wochen", erzählt sie. Da in Spanien Geschenke traditionellerweise erst am 6. Januar verschenkt werden, gibt es an Weihnachten meistens nur Kleinigkeiten - wobei das inzwischen jede Familie individuell regle, sagt die 31-Jährige.

Geschenke für ihre Familie habe sie im Moment noch keine. "Wahrscheinlich werde ich sie einfach zum Essen einladen, eine andere Art von Geschenk eben", überlegt sie. Ob sie keine typisch deutschen Kleinigkeiten mit nach Spanien nehme? "Jetzt, wo Sie es sagen - das wäre wahrscheinlich eine gute Idee!"