Billard Club Markt SchwabenSie schieben keine ruhige Kugel

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Die erste Mannschaft des PBC-College Markt Schwaben um Markus Blieninger, Stefan Mooser, Ralf Hentschel und Thomas Deuter (von links) spielt ab sofort in der Verbandsliga Süd. Ihr Ziel: Spaß haben und nicht absteigen. Maskottchen „Lumpi“ soll dabei helfen.
Die erste Mannschaft des PBC-College Markt Schwaben um Markus Blieninger, Stefan Mooser, Ralf Hentschel und Thomas Deuter (von links) spielt ab sofort in der Verbandsliga Süd. Ihr Ziel: Spaß haben und nicht absteigen. Maskottchen „Lumpi“ soll dabei helfen. (Foto: privat)

Der „Pool Billard Club College Markt Schwaben“ ist der einzige aktive Billardverein im Landkreis Ebersberg. Inzwischen spielt das Team in der zweithöchsten Liga in Bayern. Aktuelles Ziel: Klassenerhalt.

Von Mariella Kleebinder, Markt Schwaben

Billard ist eine Randsportart – wird aber mitten in Markt Schwaben gelebt. Und das schon eine ganze Weile, seit 1988 um genau zu sein, denn in dem Jahr wurde der „Pool Billard Club College Markt Schwaben“ gegründet. Der Verein veranstaltet den jährlich stattfindenden „Markt Schwaben Cup“ sowie die „Bavaria Trophy“. Aktuell gibt es drei aktive Mannschaften beim PBC, von denen eine im anlaufenden Ligabetrieb ganz besonders im Fokus steht – betreut und begleitet wird sie von „Lumpi“.

Der ist das Maskottchen und gewissermaßen der Begleithund für den Online-Auftritt des Vereins, in dem ansonsten 60 menschliche Mitglieder aktiv sind. Deren Niveau ist unterschiedlich: Von den Experten, die seit Neuestem in der Verbandsliga Süd spielen, bis hin zu Billardbegeisterten, die lieber eine ruhige Kugel schieben, anstatt auf konkurrierende Mannschaften zu treffen, ist alles mit dabei – und jeder willkommen. Obwohl alle Vereinsmitglieder eine Gemeinschaft von Billardspielenden bilden, sind die Ziele, die sie beim Sport verfolgen, verschieden.

Maskottchen "Lumpi" ist der Ehrenfan und Daumendrücker des Vereins.
Maskottchen "Lumpi" ist der Ehrenfan und Daumendrücker des Vereins. (Foto: privat)

Während sich manche Mitglieder am Samstagvormittag im Vereinslokal „Billard-Café College“ zum entspannten Billardspielen treffen, sind Thomas Deuter – Sportwart des Vereins – und seine Mitstreiter bereits gespannt auf das kommende Turnier. Immer wieder samstags, alle drei bis vier Wochen, treffen Deuter und seine Teamkollegen der ersten Mannschaft des PBC auf ihre Gegner. Herausgefordert werden sie dann von anderen Teams der Verbandsliga Süd, wie etwa dem Billard-Club Haunstetten oder dem BSV Fürstenfeldbruck.

Obwohl das jüngste Duell, das zugleich der Auftakt in die neue Saison war, nicht so lief wie geplant – die Markt Schwabener verloren 4:6 gegen den BSV Ergolding – ist Thomas Deuter, Teamkapitän der ersten Mannschaft, zuversichtlich. „Unser Ziel ist es, den vierten, bestenfalls dritten Platz in der Ligatabelle zu belegen. Falls das so klappt, bleiben wir in der aktuellen Liga und steigen nicht ab. Das ist unser oberstes Ziel“, sagt Deuter.

Im Vergleich zu anderen Vereinen sind die Markt Schwabener gut aufgestellt

Gedanken macht sich der erfahrene Billard-Sportler auch über die Zukunft des Vereins, jedoch eher im positiven Sinne. Unter den 60 Mitgliedern des PBC College Markt Schwaben würde sich Deuter zwar deutlich mehr Kinder und Jugendliche wünschen, die an dem Kultsport interessiert sind, aber abgesehen davon ist er zufrieden mit dem Verein. Das ist andernorts nicht immer so: Wie beispielsweise das Stardust Games Palace am Rennweg in Erding müssen viele Billardlokale rund um München ihre Türen schließen.

Beim Billardverein in Markt Schwaben – der einzige aktive seiner Art im Landkreis Ebersberg – ist so ein Schlussstrich nicht in Sicht. Der Verein ist gut aufgestellt. Das liege unter anderem daran, dass die fünf Billardtische, die im Vereinslokal des PBC stehen, gut ausgelastet sind, so Deuter. Die meiste Zeit über seien alle fünf Tische belegt und die Nachfrage hoch, sodass sich das Betreiben der Tische in der Gastwirtschaft lohne.

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Für Menschen, die noch neu im Sport sind oder erstmal in die Kunst des Billardspielens reinschnuppern wollen, veranstaltet Deuter Billardkurse bei der VHS. In diesen Workshops, die in Anfänger- sowie Fortgeschrittenenkurse gegliedert sind, lernen die Teilnehmenden die Grundlagen des Billardspielens wie etwa die Haltung und Stellung am Tisch. Deuter, der selbst eine C-Trainerlizenz im Poolbillard besitzt, ermutigt jedoch auch Interessierte ohne große Erfahrung, im Verein mitzumachen. „Die Leute denken, sie müssten perfekt Billard spielen können, um in einen Verein gehen zu können. Das hält sie von einem Vereinseintritt ab“, sagt Deuter. Doch wie bei jeder anderen Sportart gelte auch beim Billard: Übung macht den Meister.

Das ist auch genau das Credo für die bevorstehende Verbandsliga-Saison der ersten Mannschaft des PBC. Die richtige Balance zu finden zwischen Wettbewerben und Training ist dabei das Erfolgsrezept der Markt Schwabener. Jeden Dienstag kommen die Teammitglieder zum Mannschaftstreff zusammen. Denn für die Turniere müsse man wissen, was der Spielpartner gerne mag, gut kann und sich blind verstehen, so Deuter. Nicht selten dauert ein Spieltag fünf bis sechs Stunden. „Da muss man sich auch gut verstehen, dass alles so reibungslos wie möglich klappt“, so der Teamkapitän. Auf einen reibungslosen Ablauf des bevorstehenden Turniertags am Samstag, 19. Oktober, hoffen auch die anderen Teammitglieder – und natürlich Maskottchen „Lumpi“.

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