Es ist eine besondere Art von Demonstration, die am Samstag, 18. Juli, in Markt Schwaben stattfindet: Mit der Rezitation von Gedichten wollen Bernhard Winter, Ex-Bürgermeister sowie Lyriker, und einige Mitstreiter auf Missstände in der Gemeinde aufmerksam machen. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr an der Brandruine am Marktplatz, von dort wird die Gruppe weiterziehen zum wasserlosen Brunnen vor dem Rathaus und schließlich zum Amphitheater am Kirchweiher. Zu hören gibt es Texte von Goethe, Schiller, Fontane, Uhland, Heine, Brecht und Winter selbst. Bei Regen wird die Lesung in die Buchhandlung Kapitel II am Marktplatz verlegt.
„Politpoesie“ nennt Winter das Format, das nun seine dritte Ausgabe erlebt. Die erste Lesung mit Balladen und Gedichten fand vor etwa einem Jahr am „stummen“ Rathausbrunnen statt, die zweite Ende Oktober vor der „Dauerbrandruine“. Es seien also viele Monate vergangen, doch Veränderungen seien nicht zu erkennen, schreibt der Initiator. Deshalb wolle man die beiden Plätze noch einmal besuchen und „unserer Markt Schwabener Ortsmitte mit kraftvollen Texten und guten Gedanken und Gesprächen zur Seite springen“.

