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Markt Schwaben:Kums beantragt Förderung

Das Kommunalunternehmen Markt Schwaben (Kums) hat einen Antrag auf Fördermittel beim Bundesamt für Wirtschaft gestellt. Dazu Kums-Vorstand Bernhard Wagner: "Wir gehen davon aus, dass der Antrag genehmigt wird und wir sehr bald die Machbarkeitsstudie beginnen lassen können, um die beste Auswahl für den Ausbau des kommunalen Wärmenetzes zu treffen. Wir wollen Wertschöpfung vor Ort schaffen und gleichzeitig die Klimawende unterstützen." Die Wärmekonzepte sollen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie überprüft und qualifiziert werden. Für die Studie wurde der Antrag auf eine 50-prozentige Förderung gestellt.

Das Kums verfolgt damit weiter den Ausbau der kommunalen Wärmeversorgung mit regenerativen Energiequellen. Von 2020 an wird der Ausbau der Wärmeerzeugung im Ort erforderlich, um die Versorgung von öffentlichen und privaten Gebäuden zu gewährleisten. Das Kums hat im Herbst zudem seine neue Heizzentrale mit dem Erdgas-betriebenen Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Aktuell werden südlich der Bahnlinie sechs kommunale sowie 30 gewerbliche und private Gebäude mit Wärme versorgt. Der Anteil an nicht-öffentlichen Gebäuden hat deutlich zugenommen: Aktuell verbrauchen öffentliche Einrichtungen nur rund ein Viertel der kommunalen Wärmeenergie. Kums betreibt sein Wärmenetz mit einer Anschlussleistung von 3600 Kilowatt und einem jährlichen Wärmeabsatz von 4500 Megawattstunden. Während der vom Blockheizkraftwerk produzierte Strom entgeltlich in das öffentliche Stromnetz fließt, wird die entstehende Abwärme ins Wärmenetz geleitet. Der nachgewiesene, förderungsfähige Primärenergiefaktor von 0,43 belegt die effiziente, sozusagen doppelte Energienutzung des Erdgases, die schon jetzt im Markt zu CO₂-Einsparungen von über 800 Tonnen jährlich führt. Das entspricht dem CO₂-Fußabdruck von 80 Menschen.