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Markt Schwaben:Gemeinderat verzichtet auf Geld

Der neue Markt Schwabener Gemeinderat führt den jüngst eingeschlagenen Sparkurs des Vorgängergremiums fort und fängt bei sich selbst an: Die Gemeinderäte verzichten künftig auf 14 Prozent ihres Sitzungsgeldes. Auf Vorschlag vom Fraktionssprecher der Wählergruppe Zukunft Markt Schwaben (ZMS), Sascha Hertel, votierte das Gremium mit 24 zu null dafür, das Salär für eine Ausschuss- oder Gemeinderatssitzung von bisher 35 Euro auf künftig 30 Euro zu senken. Die Verwaltung spart sich so 4000 Euro im Jahr. "Und dem Einzelnen tut es nicht weh", hatte Hertel argumentiert. Zuvor war sein Vorstoß gescheitert, dass die Gemeinde auf einen Dritten Bürgermeister verzichten solle, was ebenfalls 4000 Euro im Jahr gespart hätte. Das Gremium folgte aber dem Wunsch des neuen Rathauschefs Michael Stolze (SPD/Freie Wähler), den zweiten Stellvertreterposten - wie in Gemeinden von der Größe Markt Schwabens üblich - zu behalten. Hintergrund der Sparmaßnahmen ist ein mehr oder weniger selbst auferlegtes Konsolidierungskonzept. Die Gemeinde muss sich streng daran halten, um eine millionenschwere Stabilisierungshilfe vom bayerischen Finanzministerium zu bekommen.

© SZ vom 08.05.2020 / koei

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