Zum bundesweiten „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ findet am 26. Januar 2024 erstmals im Landkreis Ebersberg eine zentrale Veranstaltung statt. Sie geht zurück auf eine Initiative von Kreisarchivar Bernhard Schäfer, der Historiker forscht seit Langem zur NS-Zeit in seiner Heimatregion. Die Premiere in der Stadthalle Grafing auf Einladung von Landrat Robert Niedergesäß wird gestaltet von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums, das nach dem Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer benannt ist. In einem aufwühlenden Film wird das Schicksal eines getöteten Kindes aus dem Landkreis dargestellt.
Zwei Tage später gibt es in der Kreisstadt eine große Demo gegen Rechtsradikalismus. Hintergrund ist eine die kurz zuvor bekannt gewordene Versammlung, auf der sich prominente Rechtsradikale darüber austauschen, dass in großem Stil Menschen deportiert werden sollen, die ihren rassistischen Vorstellungen nicht entsprechen. In vielen Städten gibt es dagegen Proteste, rund 3000 Personen nehmen in Ebersberg daran teil. Die erwartbare Reaktion der AfD folgt wenige Tage später, die Rechtspopulisten schicken mal wieder ihre Anwälte los, angeblich waren einige der auf der Demo gezeigten Plakate beleidigenden Inhalts.


