Wo bleibt das Essen? Das fragen sich am 4. Juli zahlreiche Leute in Ebersberg, am dortigen Klosterbauhof hatte der Landkreis zum „Food Festival“ geladen. Dass es sich dabei um eine reine Infoveranstaltung rund um Themen wie Lebensmittelverschwendung, nachhaltige Erzeugung von Essen und vieles mehr handelt, erfahren die Besucher dann erst vor Ort. Immerhin gibt es ja geistige Nahrung.
Die Gemeinde Poing verleiht zum dritten Mal ihren Kulturpreis – diesmal an gleich 13 Personen: die Mitglieder des Kollektivs „Kunststoff“. Sie laden seit zwölf Jahren jeden Sommer zusammen mit Gastkünstlern zu Events in ihre Ateliers in Anzing, Markt Schwaben, Parsdorf und Poing ein.
Üble Folgen hat am 10. Juli der Radelausflug eines 55-Jährigen in Poing. Der Mann ist auf einem Feldweg unterwegs, als ihn der Blitz trifft. Mit schweren Verbrennungen wird er ins Krankenhaus gebracht.
Laue Sommerabende, ein prasselndes Feuer und zugkräftige Veranstaltungen haben sich als Konzept bewährt: Das Ebersberger Kulturfeuer im Klosterbauhof ist mit 10 000 Besuchern wieder ein voller Erfolg. Vor allem das Wetter spielt heuer wunderbar mit, der Platz muss nur an einem von elf Abenden wegen eines möglichen Gewitters geräumt werden.
Gute Nachrichten für ein Vorzeigeprojekt gibt es Ende Juli: Das Geothermieprojekt der Gemeinden Vaterstetten, Zorneding, Grasbrunn und Haar erhält vom Bund eine Förderzusage von 18,5 Millionen Euro, die Gesamtkosten werden auf 50 Millionen geschätzt. Auch für den Ausbau des Vaterstettener Nahwärmenetzes – über welches das warme Wasser an die Nachbarn verteilt werden soll – gibt es Fördergeld in Höhe von 9,5 Millionen Euro.
Anfang August wird in Vaterstetten die Bürgerstiftung gegründet, Vorbild ist jene in der Nachbargemeinde Haar, Hintergrund eine Erbschaft in Höhe von 200 000 Euro, die Vaterstetten drei Jahre zuvor erhielt. Das Geld wird nun der Grundstock für die neue Stiftung, diese will weiteres Kapital einsammeln und für das Gemeinwohl in der Gemeinde ausgeben.
Anfang August wird bekannt, dass der Hölzerbräu in Ebersberg den Besitzer wechselt – mal wieder. Im Jahr 2018 hatte der auf Luxusimmobilien spezialisierte Investor Euroboden das Grundstück mit den teilweise denkmalgeschützten Bauten gekauft. Nach jahrelangen Verhandlungen mit der Stadt stand im Juni 2023 dann ein Kompromiss für eine neue Bebauung – einen Monat später meldete Euroboden Insolvenz an. Ein gutes Jahr später kauft die Raiffeisen-Volksbank Ebersberg das Hölzerbräugrundstück, wie schnell man dort und was bauen will, lässt das Geldhaus offen. Man habe „keine Eile und keinen Zeitdruck“, heißt es dazu nur.
19 Jahre lang war der Anzinger Forsthof Schauplatz für den Volksmusikanten-Stammtisch von Franz Pabst. Zu Gast sind jeweils mehrere traditionelle Ensembles, das Spielen und Singen wandert von Tisch zu Tisch, das Publikum sitzt mittendrin. Doch weil Wirtin Danka Löbel das Lokal schließt, gibt es im August die letzte Ausgabe dieses Stammtischs in Anzing, einen wahrhaft wohlklingenden Abschiedsgruß.
Gut zwei Monate ist das Vaterstettener Volksfest her, als die Gemeinde Mitte August bekannt gibt, man wolle in Zukunft nicht mehr mit den bisherigen Festwirten, der Familie Fahrenschon zusammenarbeiten. Die Begründung fällt eher ausweichend aus, zwischen den Zeilen klingt aber durch, dass man sich einen etwas lebhafteren Zeltbetrieb wünscht. Im November präsentiert die Gemeinde dann die Nachfolger, Lorenz und Christine Stiftl, die auf der Oidn Wiesn ein Zelt betreiben, sollen das Volksfest in eine „spannende neue Ära“ führen, wie Bürgermeister Leonhard Spitzauer es formuliert.
Am 10. September ist erster Schultag, in Markt Schwaben ist er das nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Schule: Nach vier Jahren Bauzeit kann der rund 70 Millionen Euro teure Neubau eröffnet werden.
Katastrophenstimmung herrscht am Wochenende des 14. und 15. September im nördlichen Landkreis – für einen guten Zweck. Denn da findet eine Großübung des BRK statt, unter anderem wird ein spektakulärer Busunfall und ein Flugzeugabsturz simuliert, auch der Aufbau eines Notkrankenhauses wird geübt.
Sie gelten als „Königspaar der deutschen Bestsellerliste“: Iny Klocke und Elmar Wohlrath aus Poing haben unter dem Pseudonym „Iny Lorentz“ 21 Millionen Bücher verkauft und waren mehr als 1000 Wochen auf den Bestsellerlisten zu finden. Kein Autor war in Deutschland erfolgreicher. Im September wird bekannt, dass die beiden beschlossen haben, zu teilen: Das Autorenduo hat eine Stiftung gegründet, die der Leseförderung von Kindern und Jugendlichen vor allem in ihrem Heimatort Poing zugutekommen soll.
Ende September erwacht die alte Mittelschule in Markt Schwaben noch einmal so richtig zum Leben: Bevor dort die Abrissbirne einschlägt, dürfen Kreative aller Couleur die Räume für bunte Vielfalt nutzen. „Art Break“ nennt sich das Projekt, für das sich zwei örtliche Aktivkreise zusammengeschlossen haben.







