Fast 6000 Menschen haben inzwischen eine Petition unterzeichnet, die am Donnerstag, 20. November, um 15 Uhr im Umweltausschuss des Ebersberger Kreistags behandelt wird: Der Bund Naturschutz (BN) fordert eine offizielle, zentralen Auffangstation für abgemagerte, kranke und verletzte Igel im Landkreis Ebersberg. Unterstützt wird das Anliegen sowohl von der Fraktion der Grünen als auch vom Veterinäramt.
„Unseren Igeln geht es so schlecht wie nie zuvor! Sie verhungern direkt vor unseren Augen“, schreibt der BN. Neben Insektensterben und Klimawandel drohten ihnen Gefahren im Straßenverkehr, aber auch durch Mähroboter. „Die privaten Pflegestellen werden geflutet mit abgemagerten, kranken und verletzten Tieren.“ Daher fordere man den Landkreis dazu auf, die Mittel für den Betrieb einer Auffangstation für die bedrohte Art bereitzustellen und so auch für eine dringend notwendige Entlastung der Ehrenamtlichen zu sorgen.
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Die private Igelhilfe Kirchseeon zum Beispiel hat laut BN im laufenden Jahr bereits jetzt mehr als 200 Igel versorgt. Viele der hilfsbedürftigen Tiere aus dem Landkreis landeten aber auch in einer Wildtierstation des Tierschutzvereins München in Riem. Im Jahr 2022 habe man 102 Ebersberger Igel aufgenommen, 2023 seien es 114 gewesen und im vergangenen Jahr bereits 150, teilt deren Chef Jacek Nitsch mit. „Der Bedarf nach fachkundigen Stellen steigt.“

