NaturschutzEbersberger Kreisräte debattieren über Igel-Rettung

Bei der Übergabe der Petition an den stellvertretenden Ebersberger Landrat leisten Schüler einer Umwelt-AG aus Kirchseeon mit Masken und Plakaten laustarke Unterstützung.
Bei der Übergabe der Petition an den stellvertretenden Ebersberger Landrat leisten Schüler einer Umwelt-AG aus Kirchseeon mit Masken und Plakaten laustarke Unterstützung. (Foto: Peter Hinz-Rosin)

Fast 6000 Menschen haben die Petition des Bundes Naturschutz für eine Auffangstation des Landkreises unterzeichnet. Nun steht die Forderung im Umweltausschuss auf der Tagesordnung.

Von Anja Blum, Ebersberg

Fast 6000 Menschen haben inzwischen eine Petition unterzeichnet, die am Donnerstag, 20. November, um 15 Uhr im Umweltausschuss des Ebersberger Kreistags behandelt wird: Der Bund Naturschutz (BN) fordert eine offizielle, zentralen Auffangstation für abgemagerte, kranke und verletzte Igel im Landkreis Ebersberg. Unterstützt wird das Anliegen sowohl von der Fraktion der Grünen als auch vom Veterinäramt.

„Unseren Igeln geht es so schlecht wie nie zuvor! Sie verhungern direkt vor unseren Augen“, schreibt der BN. Neben Insektensterben und Klimawandel drohten ihnen Gefahren im Straßenverkehr, aber auch durch Mähroboter. „Die privaten Pflegestellen werden geflutet mit abgemagerten, kranken und verletzten Tieren.“ Daher fordere man den Landkreis dazu auf, die Mittel für den Betrieb einer Auffangstation für die bedrohte Art bereitzustellen und so auch für eine dringend notwendige Entlastung der Ehrenamtlichen zu sorgen.

YouTube

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von YouTube angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Die private Igelhilfe Kirchseeon zum Beispiel hat laut BN im laufenden Jahr bereits jetzt mehr als 200 Igel versorgt. Viele der hilfsbedürftigen Tiere aus dem Landkreis landeten aber auch in einer Wildtierstation des Tierschutzvereins München in Riem. Im Jahr 2022 habe man 102 Ebersberger Igel aufgenommen, 2023 seien es 114 gewesen und im vergangenen Jahr bereits 150, teilt deren Chef Jacek Nitsch mit. „Der Bedarf nach fachkundigen Stellen steigt.“

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Ernährung
:„Der kleinste Schritt mit der größten Wirkung ist, Rindfleisch wegzulassen“

Der Ernährungsmediziner Jörg Schmid rät dazu, nach und nach tierische durch pflanzliche Produkte zu ersetzen. Im Interview erklärt der Experte, warum das nicht nur gut fürs Klima ist, sondern auch für die Gesundheit.

SZ PlusInterview von Alexandra Leuthner

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: