Landkreis EbersbergRechnungen bleiben liegen

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Noch vor einigen Jahren hat die Kreisklinik – heute Klinikum Ebersberg München Ost – schwarze Zahlen geschrieben. Inzwischen kann sie sich nicht mehr ohne die Hilfe des Landkreises über Wasser halten. 
Noch vor einigen Jahren hat die Kreisklinik – heute Klinikum Ebersberg München Ost – schwarze Zahlen geschrieben. Inzwischen kann sie sich nicht mehr ohne die Hilfe des Landkreises über Wasser halten.  (Foto: Peter Hinz-Rosin)
  • Der Landkreis Ebersberg rutscht in die roten Zahlen und wird 2025 einen Fehlbetrag von 4,3 Millionen Euro haben.
  • Die Kreisklinik kann sich nicht mehr ohne Hilfe des Landkreises über Wasser halten und verursacht hohe Defizite.
  • Große Schulprojekte lassen die Schulden bis Ende 2029 auf 146 Millionen Euro steigen.
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Die finanzielle Situation des Landkreises Ebersberg ist so schwierig wie nie, ein Licht am Horizont ist nicht zu sehen.

Von Barbara Mooser, Ebersberg

Im vergangenen Jahr hatte Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß (CSU) die finanzielle Situation des Landkreises als „beschissen“ bezeichnet. In diesem Jahr ist sie noch ein bisschen schlechter. „Es ist ein Haushalt in d-Moll, einer der schwierigsten oder vielleicht der schwierigste bisher“, sagte der Landrat am Montag im Kreis- und Strategieausschuss.

Unter anderem die Notwendigkeit, die Defizite der Kreisklinik auszugleichen, lässt den Landkreis in die roten Zahlen rutschen. Der Kreistag hatte sich in seiner Finanzleitlinie eigentlich vorgenommen, jedes Jahr einen Ergebnisüberschuss von zehn Millionen Euro zu erwirtschaften, im kommenden Jahr wird es hingegen ein Fehlbetrag von 4,3 Millionen werden – wenn alles gut geht. Der Haushalt sei „sehr knapp und mit hohen Risiken geplant“, so Kämmerin Katja Witschaß. Schon jetzt ist der Landkreis nicht mehr so liquide, wie er sein sollte, Rechnungen bleiben liegen. Benedikt Mayer, Finanzfachmann der Grünen, beschrieb es so: „Als Privatmann wäre man pleite.“

In den kommenden Jahren wird sich der Landkreis massiv verschulden müssen, das liegt nicht nur daran, dass die Klinik weiter viel Geld brauchen wird, sondern auch an großen Investitionen. Der Kreis hat sich mehrere ehrgeizige Schulprojekte vorgenommen, die zwar günstiger werden als ursprünglich geplant, aber dennoch enorme Summen verschlingen werden. Um die 120 Millionen wurden für den Anbau am Gymnasium Kirchseeon sowie das neue Gymnasium in Poing und das Berufsschulzentrum in Grafing als Größenordnung genannt. Alle Investitionen müssen durch Kredite finanziert werden, das hat zur Folge, dass die Schulden sich von gut 60 Millionen Anfang 2026 bis Ende 2029 auf gut 146 Millionen erhöhen werden.

Ohne eine neu geordnete Krankenhausfinanzierung und eine andere Mittelverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen wird sich an der schwierigen Situation wohl auch nichts ändern. Zu einer Klage gegen den Freistaat, wie dies die Grünen gefordert hatten, wollte sich das Gremium aber zunächst nicht durchringen.

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