Preisverleihung in EbersbergVorreiter auf dem Weg zur Energiewende

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Die Preisträger (von links): Josef, Thomas und Matthias Pongratz (Sieger Kategorie Kommunen, Gewerbe, Verbände), Daniela und Benedikt Sommer (Sieger Kategorie Privatpersonen), Landrat Robert Niedergesäß, Magdalena und Max Kreitmaier (Gesamtsieger), Wirtschaftsförderin Silvia Neumeister.
Die Preisträger (von links): Josef, Thomas und Matthias Pongratz (Sieger Kategorie Kommunen, Gewerbe, Verbände), Daniela und Benedikt Sommer (Sieger Kategorie Privatpersonen), Landrat Robert Niedergesäß, Magdalena und Max Kreitmaier (Gesamtsieger), Wirtschaftsförderin Silvia Neumeister. Landratsamt Ebersberg/oh

Unternehmen und Privatleute realisieren Projekte mit Weitblick und zeigen, dass sich Klimaschutz rentieren kann. Drei von ihnen wurden nun mit dem Energiepreis des Landkreises Ebersberg ausgezeichnet.

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Die Bäckerei Kreitmaier in Grafing, die Bioenergie Wiesmühle GmbH und die Familie Sommer aus Forstinning haben eines gemeinsam: Sie haben viel geleistet, um Energie zu sparen und erneuerbare Energien voranzubringen. Nun hat sie Landrat Robert Niedergesäß (CSU) mit dem Energiepreis des Landkreises Ebersberg ausgezeichnet. Insgesamt hatte es 18 Bewerbungen gegeben.

Gesamtsieger wurde die Bäckerei-Konditorei Kreitmaier, sie setzt nach Ansicht der Jury mit der neu errichteten Produktionsstätte im Gewerbegebiet Schammach in Grafing „neue Maßstäbe für einen zukunftsweisenden und ökologischen Bäckereibetrieb“. Durch innovative Ideen und Technologien beim Neubau der Backstube würden beachtliche Wasser- und Energieeinsparungen möglich. „Die Umsetzung ist ganzheitlich gedacht und zeigt deutlich, dass auch das traditionell energieintensive Bäckereihandwerk einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann“, so die Fachjury. Die Familie Kreitmaier erhält neben der Auszeichnung ein Preisgeld von 1500 Euro.

„Alle Projekte sind eine Inspiration“, sagt der Landrat

Sieger in der Kategorie Kommunen, Gewerbe und Verbände wurde die Bioenergie Wiesmühle GmbH. Im Projektzeitraum von 2021 bis 2024 errichtete der Betrieb ein intelligentes Nahwärmenetz für Haushalte im südlichen Ortsbereich der Gemeinde Glonn, das Stand heute bereits 89 Abnehmer hat. Die Nahwärme wird durch einen Hackschnitzel-Heizkessel und eine Wärmepumpe erzeugt. Die Stromerzeugung erfolgt durch Wasserkraft und flächendeckend installierte PV-Anlagen. „Diese Quartierslösung kann für viele Gemeinden mit ländlicher Struktur als innovatives Vorbild dienen, denn gerade der Wärmesektor ist entscheidend bei der Energiewende im ländlichen Raum“, so die Fachjury. Die Bioenergie Wiesmühle GmbH erhält neben der Auszeichnung ein Preisgeld von 750 Euro.

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Unter allen Privatpersonen, die sich beworben hatten, hat Familie Sommer aus Forstinning die Nase vorn. Sie hat die Fachjury mit der umfassenden energetischen Sanierung ihrer bestehenden Doppelhaushälfte in Eigenleistung überzeugt. „Besonders hervorzuheben ist, dass die Familie Sommer mit den Umbaumaßnahmen die Sektoren Wärme, Strom und Mobilität gleichermaßen bedacht hat“, resümierte die Jury. Die Umstellung der Gebäudeheizung auf Thermosolar und Scheitholz sowie das Engagement der ganzen Familie im Hinblick auf Umweltschutz sind vorbildlich. Neben der Auszeichnung erhält die Familie Sommer ein Preisgeld von 750 Euro.

Landrat Robert Niedergesäß gratulierte den Preisträgern: „Ich finde es jedes Jahr aufs Neue beeindruckend, was unseren Bürgern, Betrieben und Kommunen im Landkreis alles einfällt, um die Energiewende und den Klimaschutz voranzubringen. Wieder einmal zeigt sich, dass jeder, egal ob Privatperson oder Unternehmen, einen Teil zum Klimaschutz beisteuern kann. Alle 18 Projekte, auch diejenigen, die heute nicht gewonnen haben, sind eine Inspiration und finden hoffentlich viele Nachahmer. Ich danke allen, die dieses Jahr am Energiepreis teilgenommen haben.“

Die Jury des Energiepreises bestand in diesem Jahr aus fünf unabhängigen Mitgliedern mit Fachexpertise in den Bereichen Handwerk, Klimaschutz und Energie, die alle 18 eingegangenen Bewerbungen anhand mehrerer Kriterien bewertet haben.

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