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Corona im Landkreis Ebersberg:Fachleute rechnen mit starkem Anstieg der Infektionen

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Die Abwasseruntersuchungen lassen eine Entspannung der Lage nicht erkennen. Bundesweit rangiert Ebersberg derzeit unter den Top Ten der Landkreise mit der höchsten Corona-Inzidenz.

Von Barbara Mooser, Ebersberg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist im Landkreis Ebersberg weiter hoch - und wird es auch bleiben. Darauf weisen die Ergebnisse des Abwassermonitorings hin. Nach Angaben des Landratsamts ist in dieser Woche demnach in zwei der beprobten Kommunen, Ebersberg und Grafing, mit einer stark zunehmenden Zahl an Neuinfektionen zu rechnen. In der dritten, Glonn, ist nur ein leicht zunehmender Trend zu verzeichnen. Die auswertenden Wissenschaftler vermuten eine hohe Dunkelziffer und sprechen sich ein weiteres Mal dafür aus, FFP2-Masken zu tragen - auch dann, wenn man nicht dazu verpflichtet sei. Das Vermeiden einer Infektion sollte angesichts des Long-Covid-Risikos das vorrangige Ziel sein, erklären sie und raten zu einer zweiten Auffrischungsimpfung nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.

Allein am Mittwoch wurden im Landkreis Ebersberg 524 Neuinfektionen gemeldet. Eine Woche zuvor waren es am gleichen Tag 324 neue Fälle gewesen. In der Statistik erfasst sind nur jene Betroffenen, deren Infektion mit einem PCR-Test nachgewiesen wurde - diejenigen, die nach einem positiven Schnelltest einfach daheim bleiben, werden nicht mitgezählt.

Der Wert für die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun laut dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts bei 911,7. Damit rangiert Ebersberg bundesweit immer noch unter den Top Ten, er ist der Landkreis mit der achthöchsten Inzidenz. Innerhalb Bayerns haben allerdings andere Landkreise Ebersberg inzwischen überholt. Ganz an der Spitze liegt bundesweit inzwischen der Landkreis Fürstenfeldbruck mit einer Inzidenz von 1179. In den Nachbarlandkreisen Mühldorf und München liegt die Inzidenz bei 948 beziehungsweise 923,3. Wo sich die Betroffenen angesteckt haben, kann nicht nachgewiesen werden, laut einer aktuellen Auswertung von Handy-Daten sind die Inzidenzen aber gerade in den Regionen mit begeisterten Oktoberfestbesuchern hoch.

In der Ebersberger Kreisklinik liegt die Zahl der infizierten Patienten etwa auf dem Niveau der Vorwoche. 17 Menschen mit einer Corona-Infektion werden auf einer Normalstation behandelt, zwei auf Intensiv.

Das Impfzentrum ist inzwischen wieder vier Tage in der Woche geöffnet, nämlich Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag, jeweils von 8 bis 18 Uhr. Termine - etwa für einen Booster mit den Impfstoffen, die auf die vorherrschenden Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 zugeschnitten sind - kann man online unter www.impfzentren.bayern vereinbaren oder über die Hotline des Impfzentrums unter der Nummer (08092) 86 31 40.

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