Kürzlich wurde ein Rentner vom Ebersberger Amtsgericht verurteilt, weil er Zeitungen ausgetragen hatte. Der 78-Jährige wollte sich etwas dazuverdienen, „damit es halt zum Leben reicht“, wie er sagte. Weil er aber Leistungen für Grundsicherung im Alter erhält, hätte er den Nebenjob beim Landratsamt anmelden müssen, die Folge wären Kürzungen in Höhe von 27 000 Euro gewesen. Nun muss der Rentner diese Summe zurückzahlen, in kleinen Raten, denn mehr als 25 Euro monatlich kann er nicht leisten. Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung in Ebersberg erreichten auf diesen Artikel hin viele anteilnehmende, hilfsbereite Zuschriften. Doch ist der Rentner, der mit rund 500 Euro im Monat auskommen muss, wirklich ein Einzelfall? Mitnichten.
Demografie im LandkreisBei zu vielen ist es zu wenig
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Die Altersarmut nimmt zu, gerade auch im Landkreis Ebersberg, wo das Leben teuer ist. Laut VdK liegen inzwischen viele Renten unter Sozialhilfeniveau, und zwar nicht nur bei Frauen. Die Dunkelziffer der Bedürftigen sei hoch.
Von Anja Blum, Johanna Feckl, Ebersberg
