
Ein Abend im Zeichen der deutsch-französischen Solidarität: 250 Menschen finden sich zu einer Solidaritätsbekundung im Ebersberger Klosterbauhof ein.

Die Botschaft des Abends ist klar: Ebersberg ist bunt...

... Ebersberg ist Charlie...

... und Ebersberg ist tolerant. "Die Würde jeder Religion ist unantastbar", ist die Nachricht auf diesem Plakat.

Gleich zu Beginn bittet SPD-Landtagsabgeordnete und Organisatorin Doris Rauscher Politiker aus den verschiedenen Landkreis-Kommunen und Vertreter der unterschiedlichen Glaubensrichtungen nach vorne, um zu zeigen: Wir stehen zusammen gegen Gewalt.

Es ist das erste Mal, dass im Landkreis Ebersberg zu einer Kundgebung für Toleranz und Meinungsfreiheit aufgerufen worden ist. Gleichzeitig findet in München eine Demonstration gegen Pegida statt.

Man dürfe die Karikaturen von "Charlie Hebdo" hinterfragen, die die Gefühle mancher Gläubigen verletzen, sagt Landrat Robert Niedergesäß: "Aber keine Religion rechtfertigt den Tod auch nur eines Menschen. Das verurteilen wir."

Ekremhan Tuncer spricht stellvertretend für die Muslime im Landkreis: "Das hat mit dem Islam nichts zu tun." Er richtet das Angebot an die Menschen, sich in der Moschee in Kirchseeon über die Religion zu informieren.

Dekanatsratsvorsitzender Hans Rombeck ruft den Demonstranten zu: "Lasst euch nicht entmutigen. Habt keine Angst!"

Udo Helmholz, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Grafing/Saint-Marcellin, berichtet aus der französischen Partnerstadt. Dort seien 3500 Menschen gegen Terrorismus auf die Straße gegangen - bei 8000 Einwohnern.

Rudi Baumann & friends singen für mehr Frieden in der Welt: Sie spielen unter anderem John Lennons "Give peace a chance".