Süddeutsche Zeitung

Medizin:Kinderarzt-Praxis an der Kreisklinik

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Veronika Spranger, die bisher in Kirchseeon tätig war, zieht ins Medizinische Versorgungszentrum in Ebersberg um. Sie wird auch die Untersuchung der Neugeborenen in der Klinik übernehmen.

Seit Anfang April ist eine Kinderarzt-Praxis Teil des mit der Kreisklinik Ebersberg eng verbundenen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Ebersberg. Geführt wird die Praxis von der Kinderärztin und Neonatologin Veronika Spranger. Sie war bisher in Kirchseeon tätig, dort teilte sie sich mit ihrer Kollegin Ulrike Seidel den Sitz.

Bereits seit längerem war klar, dass sich hier etwas verändern würde: Seidel hatte schon Ende 2022 angekündigt, dass sie ihren Sitz in Kirchseeon aufgeben würde. Auch Sprangers Abschied aus der dortigen Familienpraxis war bereits beschlossene Sache - allerdings hatte Spranger bereits angekündigt, weiter im Landkreis praktizieren zu wollen.

Die Ärztin wird auch die Neugeborenen in der Kreisklinik untersuchen

Nun haben Robert Niedergesäß, Aufsichtsratsvorsitzender der Kreisklinik Ebersberg, Geschäftsführer Stefan Huber, die Kaufmännische Leiterin des MVZ Ebersberg, Peggy Jakob und Helen Budiman, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe, Spranger und ihr Team offiziell in den Praxisräumen in der Pfarrer-Guggetzer-Straße begrüßt.

Veronika Spranger stammt aus dem Landkreis Ebersberg und arbeitete vor ihrer Zeit in Kirchseeon unter anderem in der Notaufnahme der Kinderklinik Dritter Orden in München, auf der Pädiatrischen Intensivstation des Hauner'schen Kinderspitals in München und im Kinderarzt-Notdienst der Landeshauptstadt München. Der Kreisklinik Ebersberg ist sie als Neonatologin bereits seit 2012 als Konsiliarärztin der Geburtshilfe verbunden.

Die Sprechstunde der Praxis des MVZ Ebersberg richtet sich an Kinder und Babys. Veronika Spranger wird darüber hinaus die Untersuchungen der in der Kreisklinik Ebersberg geborenen Babys übernehmen.

Wann der zweite frei werdende halbe Kinderarztsitz nachbesetzt wird, ist aktuell noch unklar. Geplant ist eine Nachbesetzung allerdings, wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) kürzlich erklärte. Ob der neue Kinderarzt oder die neue Kinderärztin dann wieder in Kirchseeon praktiziert, ist ebenfalls offen, eine Ansiedlung ist im gesamten Versorgungsbereich - also überall im Landkreis Ebersberg - möglich. Verfallen, so der KVB-Sprecher, würde der Sitz nur dann, wenn sich gar keine Nachfolge finde.

Sollte dieser Fall eintreten, würden im Landkreis trotzdem mehr Kinder- und Jugendärzte arbeiten als eigentlich notwendig, denn aktuell herrscht laut KVB-Versorgungsatlas mit 10,5 Sitzen eine Überversorgung von 112,24 Prozent. Demnach würde sich der Versorgungsgrad bei zehn Sitzen auf 106,69 Prozent belaufen.

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SZ/sz/fejo
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