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Coronavirus:Kreis Ebersberg: Zwei Schulklassen müssen schon wieder in Quarantäne

Die Ebersberger Grund- und Mittelschule.

(Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)

Betroffen sind die Mittelschulen in Ebersberg und Kirchseeon. Der Grund: Drei bestätigte Coronafälle bei Neuntklässlern.

Die Schüler zweier neunter Klassen im Landkreis Ebersberg haben sich wegen des Coronavirus bereits wieder in Quarantäne begeben müssen. Dies hat das Gesundheitsamt Ebersberg veranlasst, nachdem in beiden Klassen insgesamt drei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Es handelt sich um zwei Neuntklässler der Mittelschule Ebersberg und einen Neuntklässler der Mittelschule Kirchseeon.

Der Schulleiter der Grund- und Mittelschule Ebersberg Alexander Bär erklärt am Montag auf Nachfrage telefonisch, dass es eine "schwierige Situation für die Schule" sei. "Wir versuchen, in diesem Zusammenhang aber so transparent wie möglich zu sein und zeitnah zu informieren", so Bär. Der Schulleiter hatte die Familien bereits vergangene Woche Donnerstag per Elternbrief informiert. In dem Schreiben erklärt Bär, dass in besagter Klasse zwei bestätigte Corona-Infektionen aufgetreten sind. Für die Schüler aus den übrigen Jahrgangsstufen "besteht aktuell kein Anlass zur Besorgnis", schreibt Bär. "Die Schüler sind räumlich und auch vom Stundenplan her getrennt, sodass es hier kaum Kontaktmöglichkeiten gibt."

Am Montag wurde der nächste Fall im Kreis Ebersberg bekannt, diesmal in Kirchseeon. Die Leitung der dortigen Grund- und Mittelschule teilte mit, dass auch hier die Schüler einer neunten Klasse bis einschließlich 25. Mai nicht in die Schule kommen dürfen. Grund ist auch hier, dass ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Die Kirchseeoner Schüler dürfen das Schulgebäude bis 25. Mai nicht betreten

Dies müsse als Vorsichtsmaßnahme verstanden werden, heißt es in der Mitteilung, die die Kirchseeoner Schule auf ihrer Webseite veröffentlicht hat. Der Schüler selbst hatte keine Symptome, er wurde aufgrund einer Ansteckung in der Familie vorsorglich getestet. Lehrkräfte, die Kontakt mit der neunten Klasse hatten, müssen aufgrund der strikten Einhaltung der Hygienevorschriften - vor allem die konsequente Anwendung der Maskenpflicht und Abstandsregelung - nicht in Quarantäne.

Da sich alle Schüler "vorbildlich" an das Hygienekonzept gehalten hätten, "gehen wir vom positiven Fall aus, dass sich kein weiterer Schüler angesteckt hat", heißt es von der Kirchseeoner Schule. Die Prüfungen zum Qualifizierenden Mittelschulabschluss seien nicht gefährdet, der Unterricht findet solange wie bereits praktiziert durch Homeschooling statt. Unter anderem brachte der Klassenlehrer jedem Schüler Unterlagen und Arbeitshefte persönlich nach Hause.

Wie lang die Schüler der neunten Klasse aus Ebersberg sich in Quarantäne begeben müssen, ist am Montag nicht zu erfahren. Der Unterricht in den übrigen Klassen könne jedenfalls weitergeführt werden, heißt es im Schreiben von Schulleiter Alexander Bär. Der Vorfall zeige, "dass wir nach wie vor sehr auf der Hut sein müssen", so Bär. Wobei auch klar geworden sei, so der Schulleiter: "Dass die Schule bei konsequenter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen lokale Infektionen durchaus beherrschen kann, ohne den Betrieb völlig einzustellen."

© SZ vom 19.05.2020/koei

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