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Corona-Krise in Ebersberg:Leichter Rückgang bei Infektionen

Eindrücke aus dem Corona-Testlabor in Poing, hier an der Sterilwerkbank.

(Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)

Der Landkreis Ebersberg bleibt dennoch Corona-Risikogebiet, weil der Inzidenzwert noch bei knapp über 50 liegt.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist etwas zurückgegangen. Am Montag meldete das Landratsamt 96 bestätigte Fälle, Ende vergangener Woche waren es 113 gewesen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Sieben-Tage-Inzidenz, also die wöchentlichen Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Am Montag lag der Wert bei 52,82 am Freitag lag er bei 59,07. Trotz des Rückgangs bleibt der Landkreis Risikogebiet, da der Wert über 50 liegt.

In der Kreisklinik werden derzeit vier Patienten behandelt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, keiner von ihnen auf der Intensivstation. Vergangene Woche waren es noch sechs Patienten. Es gibt dort außerdem acht Verdachtsfälle. Über das Diagnostikzentrum sind am vergangenen Freitag 251 Menschen auf eine Corona-Infektion untersucht worden. Als Kontaktpersonen in Quarantäne sind 519 Landkreisbewohner.

Kinder, die sechs Jahre alt sind und einen Kindergarten besuchen, müssen dort ab sofort keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Der bayernweit gültige Rahmenhygieneplan für Kindertagesbetreuung wird in diesem Punkt von der zuständigen Fachbehörde überarbeitet. Es wird künftig zwischen Kindergarten- und Schulkindern unterschieden - unabhängig vom Alter der Kinder. Elternabende für die einzelnen Schulklassen sollen möglichst virtuell organisiert werden. Grundsätzlich ist auch ein Treffen an der Schule möglich, wenn die Hygiene-Regeln eingehalten werden können.

Am Wochenende haben sich wieder an verschiedenen Orten - privat und im öffentlichen Raum - insbesondere Jugendliche zum Feiern ohne Corona-Regeln getroffen. Die Polizei war entsprechend im Einsatz. Auch zeigt ein erstes Fazit der Mitarbeiter des Landratsamtes, die am Wochenende abends zu Beratungseinsätzen in Gaststätten unterwegs waren, dass die Rahmenhygienekonzepte für die Gastronomie nicht überall bekannt sind und angewandt werden.

© SZ vom 20.10.2020/koei
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